Batterietechnik CustomCells eröffnet neue Unternehmenszentrale in Itzehoe

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Nachdem im November 2022 der Spatenstich für Customcells neue Unternehmenszentrale in Itzehoe fiel, konnte der Batteriehersteller diese nun offiziell eröffnen. Das Unternehmen will damit nicht nur die Batteriezelltechnologie stärken, sondern auch die Region.

Batteriehersteller Customcells hat seine neue Unternehmenszentrale in Itzehoe bezogen. (Bild:  Customcells)
Batteriehersteller Customcells hat seine neue Unternehmenszentrale in Itzehoe bezogen.
(Bild: Customcells)

"Dieser Tag hat für uns bei CustomCells historische Bedeutung. Unser neues Gebäude am Standort Itzehoe ist mehr als nur unsere Unternehmenszentrale – es ist unser Zukunftslabor", betonte Dr. Dirk Abendroth, CEO der CustomCells Gruppe bei der Eröffnung und erklärte. "Um unseren eigenen Anspruch als Premium-Batteriezellen-Hersteller systematisch zu untermauern und auszubauen, ist Forschung elementar. Wir wollen weiter am Standort Deutschland investieren und den Track Record bei Patentanmeldungen massiv erhöhen." Im vergangenen Jahr lag diese Zahl im zweistelligen Bereich.

Die rund 160 Mitarbeitenden am Standort können nun die neue Unternehmenszentrale nutzen. Der vierstöckige Holzbau ist in ressourcenschonender Bauweise errichtet worden. Dafür stand mit Schütt Holzbau ein Partner aus der Region zur Seite. Der Standort wird vollständig durch Strom aus erneuerbaren Energien versorgt, zudem stehen E-Ladesäulen auf dem Werksgelände. Auf gut 10.000 m2 ermöglicht die Raumaufteilung flexible New-Work-Konzepte und Raum für Begegnungen, Dialog und Austausch.

Die Investitionen in den Standort Itzehoe sind für CustomCells nicht beendet, wie Abendroth verdeutlichte. Ein Extruder wurde bestellt, und die nächsten Ausbaustufen sind in Planung. Bereits im Rahmen der Grundsteinlegung hatte das Unternehmen angekündigt, das erworbene Grundstück um weitere 5.749 m² in den nächsten fünf Jahren zu erweitern.

Bekenntnis zum Standort Itzehoe

Als Ausgründung des Fraunhofer-Instituts will das Unternehmen zeigen, wie man eine Fertigung für maßgeschneiderte Zellen aufbaut und zur Serienreife bringt. Seit der Unternehmensgründung vor rund zwölf Jahren wurden mehr als 2000 Projekte für über 500 Kunden erfolgreich abgeschlossen. Allein in Itzehoe wurden mehr als 620.000 Meter Elektroden gefertigt.

In den vergangenen fünf Jahren hat CustomCells seinen Umsatz verdreifacht und durchweg schwarze Zahlen geschrieben. Investoren wie die Porsch, VSquared Ventures, der World Fund, Primepulse, 468 Capital, das Abacon Family Office und internationale Technologie-Investoren haben bereits mehr als 75 Millionen Euro investiert. Porsche ist dabei nicht nur Investor, sondern auch Kunde, mit dem ein gemeinsames Joint Venture aufgebaut wurde.

Batterien made in Germany

CustomCells arbeitet an Batteriezellen, die durch den Booster-Prozess Prälithiierung die Energie- und Leistungsdichte um mehr als das Zehnfache im Vergleich zu konventionellen Batterien erhöhen. Das Unternehmen differenziert sich dabei durch die Entwicklung und Produktion von Premium-Hochleistungsbatterien. "Das Gelingen der Mobilitätswende ist ganz wesentlich mit leistungsfähigen Batterien verbunden. Und damit diese auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse maßgeschneidert entwickelt und produziert werden können, müssen wir bei CustomCells noch schneller wachsen als bisher", so Dirk Abendroth.

Appell an die Bundesregierung

"Unser Forschungszentrum stärkt die Energieküste“, unterstrich der CEO und ergänzte: „Gemeinsam mit unseren Nachbarn hier am Standort setzen wir technologische Leuchttürme – und senden aus dem hohen Norden ein Signal, den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland buchstäblich unter Strom zu setzen. Mit hochmoderner Batteriezellentechnologie haben wir den Schlüssel für eine Jahrhundertchance in unseren Händen. Denn die nachhaltige Energiewende ist ohne leistungsfähige Batterien nicht möglich. Doch ohne politische Unterstützung und ein klares Bekenntnis für Unternehmen aus der Region wird dies nicht gelingen." Abendroth spielte damit auf die erst kürzlich bekanntgegebenen Planungen des Bundesforschungsministeriums an, den Klima- und Transformationsfonds zu kürzen. Konkret betrifft das etwa 75 Prozent der Fördermittel für die Batterieforschung. "Ich denke, es ist legitim zu fordern, dass neben amerikanischen, chinesischen und schwedischen Firmen in Deutschland auch einheimische Hidden Champions gleichermaßen gefördert werden", appellierte Abendroth. (se)

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