Künstliche Intelligenz Continental: AI-based Requirements Engineering-Tool für höhere Genauigkeit in der Automobilentwicklung

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Continental will das Anforderungsmanagement in der Produktentwicklung mit einer selbst entwickelten Software-Anwendung optimieren – dem AI-based Requirements Engineering-Tool, das auf Microsoft Azure AI Services basiert.

Das neue von Continental, Microsoft und NTT Data entwickelte KI-Tool minimiert den Aufwand bei der Analyse von Lastenheften um bis zu 80 Prozent.(Bild:  Continental)
Das neue von Continental, Microsoft und NTT Data entwickelte KI-Tool minimiert den Aufwand bei der Analyse von Lastenheften um bis zu 80 Prozent.
(Bild: Continental)

„Mit der neuen Anwendung auf Basis von Microsoft Azure AI Services starten wir jetzt in eine neue Ära des Anforderungsmanagements“, betont Philipp von Hirschheydt, Vorstandsmitglied von Continental für den Unternehmensbereich Automotive. „Gemeinsam mit unseren Technologiepartnern Microsoft und NTT DATA haben wir ein höchst effektives Tool entwickelt, das einen zeitaufwendigen Schritt der Produktentwicklung deutlich effizienter gestaltet. Damit bieten wir nicht nur unseren Kunden einen signifikanten Mehrwert, sondern geben zudem unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren ein effizientes Entwicklungswerkzeug an die Hand, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.“

Das neue digitale Werkzeug wurde in Microsoft Azure AI Services realisiert. Dabei werden mit künstlicher Intelligenz (KI) werden umfangreiche Lastenhefte unkompliziert und nahezu fehlerfrei ausgelesen und analysiert. Einzelne Anforderungen und Projektaufgaben können automatisch den jeweiligen Entwicklungszentren von Continental zugeteilt werden. So lässt sich der Aufwand für einen traditionell zeitaufwendigen Arbeitsschritt um bis zu 80 Prozent reduzieren.

Anforderungsmanagement muss effizienter werden

Bisher wurden Lastenhefte – die meist viele Hundert Seiten umfassenden Anforderungskataloge von Auftraggebern für die Entwicklung von Komponenten, Software oder Automotive-Systemen – manuell bearbeitet. Bis zu 37.500 Arbeitsstunden investierte man im Anforderungsmanagement bisher über den Verlauf eines Entwicklungsprojekts hinweg in das Requirements Engineering. Weil die Komplexität vor allem von Systementwicklungen und damit der Umfang der Lastenhefte weiter deutlich zunehmen werden, ist es umso entscheidender, das Anforderungsmanagement signifikant effizienter zu strukturieren.

Entwickelt wurde das neue Analysewerkzeug bei Continental in enger Zusammenarbeit mit Microsoft und der globalen IT-Beratung NTT DATA.

Vorteile des neuen Entwicklungswerkzeugs

Die Performance des Entwicklungswerkzeugs überzeugte die Mitarbeiter im Requirements Engineering des Zulieferers nach eigenen Aussagen vom ersten Tag an. Der Schulungsaufwand für das virtuelle Werkzeug liegt bei rund einer halben Stunde – danach offenbaren sich sofort die Vorteile der KI-unterstützten Lastenheftbearbeitung. Wichtige Abschnitte und Begriffe der Aufgabendokumente mit bis zu 30.000 einzelnen Anforderungen werden identifiziert, extrahiert und intern zugeteilt. Immer gleiche, repetitive Arbeitsschritte werden automatisch erledigt. So lassen sich viele Aufgaben dank des KI-Supports deutlich schneller erledigen. Continental betont, dass das neue Werkzeug jedoch kein Ersatz für Mitarbeitende sei, sondern ein Enabler für eine kreative und nicht zuletzt erfüllende Arbeitsumgebung.

Das KI-Tool unterstützt beispielsweise auch bei Lastenheft-Updates: In aufwendigen Entwicklungsprojekten müssen zu verschiedenen Zeitpunkten der Produktentstehung immer wieder neue Anforderungen des Kunden abgestimmt, eingepflegt und neu an die korrekten Abteilungen verteilt werden – ein Prozess, der bisher zusätzlichen Zeitaufwand und damit Kosten generierte. Das neue, KI-basierte Anforderungsmanagement wird nach einer erfolgreichen Testphase jetzt den Entwicklungsabteilungen aller Geschäftsbereiche im Continental-Unternehmensbereich Automotive zur Verfügung gestellt. (se)

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