Das Jahr 2026 ist kaum gestartet, schon hält das erste Messe-Highlight Einzug. Im Spielerparadies Las Vegas öffnet vom 06. bis 09. Januar 2026 die Consumer Electronics Show ihre Pforten. Nicht nur die West Hall lockt mit Neuheiten aus dem Automotive-Bereich rund um das Software-definierte Fahrzeug.
Die diesjährige CES findet vom 06. bis 09. Januar 2026 in Las Vegas statt. In der Spielermetropole dreht sich vieles um das Software-definierte Fahrzeug und KI.
(Bild: Stefanie Eckardt)
Ab in die Wüste heißt es wieder Anfang Januar, wenn die Consumer Electronics Show (CES) vom 06. bis 09.01.2026 mit interessanten Neuentwicklungen unter anderem im Automotive-Bereich nach Las Vegas einlädt. Beispielsweise zeigt BMW auf dem Silver Lot den neuen iX3 mit spannenden Funktionen in Serie. So lässt sich das BMW Panoramic iDrive erstmals mit dem neuen KI-gestützten BMW Intelligent Personal Assistant erleben. Durch die Zusammenarbeit mit Amazon integriert der Automobilhersteller Alexa+ in seine Fahrzeuge – ein wichtiger Schritt für KI-basierte, natürliche Sprache im Auto. Dank natürlicher Dialoge und intelligenter Funktionen geht die Sprachinteraktion weit über klassische Befehle hinaus und bietet ein kontextbezogenes, personalisiertes Nutzererlebnis.
Auch die Zulieferer haben einiges zu zeigen. Aumovio, der seit 18. September 2025 eigenständige Automotive-Bereich von Continental bringt ein KI-unterstütztes Kamerasystem mit nach Nevada. Ob bei einer Nachtfahrt, im Sprühregen auf der Straße oder beim Rückwärtseinparken im Platzregen: eine Allwetter-Kamera sorgt für besonders scharfe Bilder – und liefert dem Bordsystem detaillierte Daten, um das Fahrzeug nicht nur sicherer durch Herbst und Winter, sondern das gesamte Jahr über zu manövrieren. Das neue Kamerasystem mit „Night Vision“-Kamerafunktion ist die Weiterentwicklung leistungsfähiger Kameras für den Einsatz bei widrigen Licht- und Wetterbedingungen. Die neuen Kamerasysteme nutzen bewährte Hardware-Komponenten, die besonders robust und langlebig sind. Das Kameraportfolio, in dem sich wie bei einem Baukasten verschiedene Komponenten, wie Linse, Bildsensor, Stecker, Datenübertragung und Chip problemlos miteinander kombinieren lassen, wurde nun um KI-Software ergänzt. Die KI wird dabei auf einem zentralen Steuergerät zur Bildbearbeitung eingesetzt. Der Kamera-Algorithmus optimiert Kontraste und liefert dem Bordsystem auf Basis der Kamerabilder deutlich exaktere Daten, als das bei herkömmlichen Systemen der Fall ist. Aus verkehrsrechtlichen Gründen darf das Umfeld rechts und links des Fahrzeugs nicht mit sichtbarem Licht beleuchtet werden. Dank der Algorithmus-basierten integrierten Kontrastverbesserung kann aber jetzt auch dieser Bereich besser erfasst werden. Dabei beleuchtet das Kamerasystem die kritischen Zonen nur virtuell für die Datenerfassung des zentralen Steuergeräts, nicht in der realen Fahrzeugumgebung. So können beispielsweise Personen oder Wildwechsel am dunklen Fahrbahnrand rechtzeitig erkannt werden.
Um auch eine gute Sicht bei herausfordernden Wetterbedingungen wie dichtem Nebel, starken Regen, Gischtaufkommen oder Schnee sicherzustellen, arbeitet Aumovio an einer effektiven Allwetter-Kameravariante. Diese ist für das exakte Erkennen von Objekten und Verkehrssituationen auf der Straße vor dem Fahrzeug in einer Entfernung von bis zu 160 Metern mit einem speziellen Infrarotfilter ausgerüstet. Prinzipiell sind alle Kameras eines Fahrzeugs mit Infrarotfiltern ausgestattet, weil Lichtwellen im Infrarotspektrum die Farbdarstellung einer Kamera stören könnten. Jetzt wurde dieser Filter in einem kleinen Bereich vor der Kameralinse geöffnet, um einen klar umrissenen Wellenbereich des Infrarotlichts für eine noch exaktere Bilddarstellung zu nutzen. Ziel ist es, künftig auch bei Nebel eine bessere Sicht und damit mehr Sicherheit zu ermöglichen. Dies wird durch hochaufgelöste Bilder der Kamera erreicht. Je mehr Pixel, desto größer allerdings auch die Datenmengen. Das Unternehmen setzt für die meisten Anwendungsfälle auf Kamerasysteme mit maximal acht, für spezielle Anwendungen auch auf bis zu 18 Megapixel, um die Bordcomputersysteme nicht zu überlasten.
Im Gepäck des französischen Automobilzulieferers Valeo befindet sich unter anderem ein adaptives Warnsystem auf Basis von Blickverfolgung. Valeo Panovision ist ein Panorama-Head-Up-Display, das die gesamte Windschutzscheibe in eine Informationsfläche verwandelt, die Fahrdaten und Sicherheitswarnungen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert. Anders als herkömmliche Systeme, die auf allgemeinen audiovisuellen Warnhinweisen beruhen und den Fahrer oft erschrecken, liefert das System gezielte, kontextbezogene Warnungen, die die Reaktionszeit in kritischen Situationen verkürzen.
Das System gleicht die Daten der Außen- und Innensensoren des Fahrzeugs miteinander ab. Die Wahrnehmungs-Software von Valeo erkennt in Kombination mit Frontkameras und Radar externe Risiken wie gefährdete Verkehrsteilnehmer oder plötzlich auftretende Hindernisse. Gleichzeitig überwacht eine 5-MPix-RGB-IR-Innenkamera den Blick des Fahrers. Mithilfe der Algorithmen des Fahrerüberwachungssystems von Seeing Machines wird ermittelt, ob der Fahrer die erkannte Gefahr bemerkt hat. Ist das nicht der Fall, wird eine Warnung auf den entsprechenden Bereich des Säulen-Displays projiziert, die durch eine akustische Warnung in Fahrtrichtung verstärkt wird. Weil die Warnung genau dort erscheint, wo der Fahrer hinschaut, gewährleistet das System eine sofortige und intuitive Wahrnehmung, ohne die Aufmerksamkeit des Fahrers von der Straße abzulenken.
Auch ZF wird in Las Vegas vertreten sein und zeigt, wie die Zukunft im Software-definierten Fahrzeug – im wahrsten Sinn des Wortes – klingt. Wenn die Luftsäule im Reifen in Schwingung gerät, entsteht das Cavity Noise. Diese Geräusche werden über Fahrwerkbauteile wie Querlenker und Dämpfer direkt ins Fahrzeuginnere übertragen. Wie sich diese Geräusche ganz ohne den Einsatz von zusätzlicher Hardware zur Geräuschdämmung wie beispielsweise Lautsprecher im Fahrzeug reduzieren lassen, können Besucher der CES erfahren, wo der Zulieferer die Active-Noise-Reduction-Funktion vorstellt. Die komplett Software-basierte Funktion für das Chassis minimiert störende Reifengeräusche im Innenraum deutlich. Basis der Lösung ist die neue Generation des ZF Smart Chassis Sensors mit integriertem Beschleunigungssensor. Dieser misst präzise die Schwingungen, die vom Reifen über das Fahrwerk ins Fahrzeug gelangen. Die Daten werden in einer ECU analysiert. Ein eigens entwickelter Algorithmus erkennt die charakteristischen Geräuschmuster des Cavity Noise und erzeugt ein phaseninvertiertes Gegensignal. Dieses wird durch die ZF-Software cubiX über die Ventile der semiaktiven Dämpfer des Unternehmens eingespielt. Dabei nutzt die Funktion Mikrobewegungen des Dämpfers, um das Störgeräusch gezielt zu reduzieren – ohne dabei die eigentliche Dämpferfunktion zu beeinträchtigen. Der Serienstart für Active Noise Reduction ist für 2028 geplant.
Stand: 08.12.2025
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Fahrzeugentwicklung beschleunigen
Wachsende Komplexität wird auf dem Weg zum Software-definierten Fahrzeug zunehmend zu einer Herausforderung. dSpace will hier Abhilfe schaffen und präsentiert verschiedene Test-Lösungen, mit denen Fahrzeughersteller die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung von SDVs meistern. Das Paderborner Unternehmen hat ein umfassendes Validierungsangebot mit KI-gestützten Software-in-the-Loop- und Hardware-in-the-Loop-Lösungen für eine beschleunigte Fahrzeugentwicklung im Gepäck. Beispielsweise hat man erforscht, wie neue Entwicklungen im Bereich generativer und agentiver KI-Technologien Software-in-the-Loop-Tests unterstützen und CI/CD-Pipelines für die automatisierte Validierung ermöglichen können. In einer Demo wird eine Code-Copilot-Lösung vorgestellt, die bereits heute für die Entwicklung virtueller Steuergeräte und in SIL-Tests zum Einsatz kommen kann.
Auch erfordern SDVs erheblich kürzere Entwicklungs- und Validierungszyklen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist die effiziente Nutzung von HiL-Testfarmen unerlässlich. Auf der CES wird dSpace eine HiL-Farm-Management-Lösung, die Systemausfallzeiten minimiert und die Gesamtnutzung der HIL-Ressourcen maximiert.
Die Bosch-Tochter ETAS stellt auf der CES 2026 den Launch seiner wichtigsten Kalibrierungstools im Microsoft Marketplace vor. Damit sind die Produkte des Herstellers das erste Mal auf Azure verfügbar. Das initiale Produktpaket auf Microsoft Azure umfasst die ETAS Calibration Suite, den Data Operator, ETAS Analytics Toolbox und ETAS Advanced Simulation and Calibration Model. Durch die Migration dieser Tools in die Cloud ist es möglich, Entwicklungsprozesse auf der Azure-Plattform zu automatisieren und zu beschleunigen – und dabei von den skalierbaren Cloud-Ressourcen von Azure zu profitieren. Mit der Bereitstellung seiner Tools über den Microsoft Marketplace will man dazu beitragen, die Entwicklung von SDVs erheblich zu beschleunigen. Der Zugang zur leistungsstarken Infrastruktur und der umfangreichen Entwicklungsumgebung von Azure ermöglicht es, die Abhängigkeit von lokaler Hardware zu reduzieren, Probleme früher im Prozess zu erkennen und die Markteinführungszeit für neue Fahrzeugfunktionen deutlich zu verkürzen. Die cloudbasierte Toolchain unterstützt frühzeitiges Testen und Validieren („Shift-Left“), wodurch der Bedarf an umfangreichen Straßentests reduziert wird und ein ganzheitlicher Blick auf die Systemleistung über die Zeit entsteht.
Sonatus zeigt gemeinsam mit Partnern wie Nissan, Michelin, Bosch Engineering Group, Renesas, Hagiwara, AWS und NXP, wie intelligente, Software-definierte Innovationen aussehen und wie Software und KI in den Bereichen Diagnose, intelligente Fahrzeugfunktionen und Flottenmanagement zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Quintauris und Vector sind eine Kooperation eingegangen, in deren Rahmen der Software-Stack Microsar Classic des Stuttgarter Software- und Toolherstellers in die RT-Europa-Plattform von Quintauris integriert wird. RT-Europa stellt die Software-Interoperabilität von RISC-V-Echtzeitprozessoren für die Automobilindustrie sicher. Durch die Partnerschaft unterstützen die Unternehmen den Aufbau eines Software-Ökosystems rund um die RISC-V-Technologie. Von welchen Vorteilen können Entwickler dabei genau profitieren? Zum einen bekommen sie einen sicheren Zugriff auf eine Echtzeit-Software-Komponente für die Automobilindustrie als Teil der Referenzarchitektur von Quintauris. Darüber hinaus lässt sich die AUTOSAR Classic-Integration in die RT-Europa-Referenzarchitektur beschleunigen. Last, but noch least: Die Plattformleistung, Timing und Zuverlässigkeit können mithilfe des Quintauris-Frameworks validiert werden. .
Die gemeinsame Lösung wird auf der CES 2026 vorgestellt, wo Quintauris seine Echtzeitplattform präsentieren und die Integration mit wichtigen Ökosystempartnern demonstrieren wird.
Wie sieht das maßgeschneiderte Software-defined Vehicle aus? Elektrobit versucht darauf mit verschiedenen Demos eine passende Antwort zu geben. Das sind:
Linux für sicherheitskritische Systeme: EB corbos Linux for Safety Applications bietet Echtzeit-Performance für ADAS sowie eine safety-zertifizierbare Cockpit-Demo mit Telechips. Die Lösung zeigt, dass Open-Source-Innovationen und funktionale Sicherheit Hand in Hand gehen können.
Integration als Code – skalierbare ECU-Entwicklung für SDVs: Die Demo präsentiert API-basierte Erweiterungen über CI/CD/CT-Workflows hinweg, welche die Konfiguration, das Scripting und die Testerstellung automatisieren. Intelligentes Tooling mit KI-gestützter Automatisierung ermöglicht es, Software schneller und in höherer Qualität bereitzustellen.
Skalierbare SDV-Cockpit-Lösungen: Von virtuellen Low-Code-Design-Tools über ein modulares, safety-zertifiziertes Automotive-Betriebssystem bis hin zu integrationsbereiten Hardwareplattformen – alles ist darauf ausgelegt, Innovationen zu beschleunigen und das Fahrzeugerlebnis der nächsten Generation zu realisieren.
Intelligente Elektrofahrzeug-Plattform: Die modulare Software- und Hardwareplattform von Elektrobit und Foxconn bringt SDVs schneller und kostengünstiger auf den Markt. Die Lösung ist für die Built-to-Print-Fertigung konzipiert und umfasst die zentralen Fahrzeugsteuergeräte sowie eine Softwareplattform ohne Vendor Lock-in.
Die passenden Chips im Gepäck
Renesas hat mit der Bemusterung von Gen-5-Silizium begonnen. Im Rahmen der nächsten Entwicklungsphase bietet das Unternehmen nun vollständige Evaluierungsboards sowie das R-Car Open Access (RoX) Whitebox Software Development Kit (SDK) an. Zudem treibt Renesas eine intensivere Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern voran, um die Markteinführung zu beschleunigen. Auf der CES 2026 wird Renesas KI-gestützte Multi-Domain-Demos präsentieren, die das SoC R-Car X5H im Einsatz zeigen. Weil KI zu einem integralen Bestandteil von SDVs wird, liefert das SoC eine leistungsstarke zentrale Rechenplattform für mehrere Automotive-Domänen mit der Flexibilität, die KI-Leistung mithilfe von Chiplet-Erweiterungen zu skalieren. Der Baustein erzielt eine KI-Leistung von bis zu 400 TOPS, wobei Chiplets die Beschleunigung um das Vierfache oder mehr steigern. Außerdem verfügt er über eine GPU-Leistung von umgerechnet 4 TFLOPS für High-End-Grafiken sowie über 1.000 kDMIPS, die durch 32 Arm® Cortex®-A720AE-CPU-Kerne und sechs Cortex-R52-Lockstep-Kerne mit ASIL-D-Unterstützung bereitgestellt werden. Durch den Einsatz von Mixed-Criticality-Technologie führt das SoC fortschrittliche Funktionen in mehreren Domänen aus, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.
Halbleiterhersteller NXP gibt sich in puncto Neuheiten auf der CES 2026 noch geheimnisvoll. Nur so viel verriet man: Das Unternehmen wird die S32-Prozessorplattform für die Automobilindustrie vorstellen. Der neue Automotive-Prozessor bietet agentische KI, Vernetzung und einen niedrigen Stromverbrauch für den Fahrzeugzentralrechner.
Display- und Lichttechnik
LG Display wird seine mit dem CES 2026 Innovation Award ausgezeichneten Displaytechnologien Dual View OLED und Under Display Camera-infrared (UDC-IR) OLED dem Publikum vorstellen. Die Dual View OLED und UDC-IR OLED von LG Display wurden in der Kategorie „In-Vehicle Entertainment“ (Unterhaltung im Fahrzeug) ausgezeichnet, da sie durch maximale Raumeffizienz, überragende Bildqualität und hohe Standards in Bezug auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit einen Mehrwert bieten. Dual View OLED ist eine Lösung, mit der ein Automobil-Display je nach Blickwinkel unterschiedliche Inhalte anzeigen kann – so kann der Fahrer Navigationsinformationen anzeigen, während der Beifahrer Filme oder andere Inhalte streamt. Bei Installation zwischen den Fondpassagieren können diese ebenfalls gleichzeitig unterschiedliche Inhalte ansehen, wodurch der begrenzte Platz optimal genutzt wird und eine größere Designflexibilität ermöglicht wird.
Gentex stellte auf der diesjährigen Consumer Electronics Show eine Reihe von Produkten der „nächsten Generation“ vor, darunter dimmbare Sonnenblenden mit integriertem Display, digitale Rückspiegel mit OLED-Displays, in den Spiegel integrierte Fahrer- und Innenraumüberwachungssysteme sowie Verbesserungen am Car-to-Home-Automatisierungssystem HomeLink.
Real-Time Innovations bringt Connext Drive4.0 nach Las Vegas mit. Dabei handelt es sich ein DDS-basiertes Software-Framework, mit dem sich die Entwicklung von SDVs beschleunigen lässt. Die Software unterstützt dabei, frühzeitig zu reagieren und gleichzeitig einen reibungslosen Workflow mit Ökosystemen aufrechtzuerhalten. Connext Drive verbindet ältere und moderne Architekturen, um einen Echtzeit-Datenaustausch ohne benutzerdefinierten Code zu ermöglichen, und bietet zuverlässigen Transport für wichtige SDV-Bereiche wie Simulation, Zonenarchitektur, HPC und Telematik.
Das Unternehmen präsentiert eine integrierte Live-Demonstrationsumgebung, die die kontinuierliche Entwicklung von der Simulation bis zur Produktion veranschaulicht.
Simulation: Connext Drive ist in die Simulationssoftware von Ansys integriert, um frühzeitige, häufige und hardwareunabhängige Tests und Validierungen zu ermöglichen.
Prototyping: Ein adaptives Scheinwerferkonzept wird unter Verwendung von handelsüblicher Hardware schnell erstellt, wobei die für die Simulation entwickelte Software wiederverwendet wird.
Produktion: Das adaptive Scheinwerfersystem, das auf Hardware von NXP in Automobilqualität läuft, demonstriert, wie derselbe Code ohne kundenspezifische Entwicklung nahtlos in die Produktion übernommen werden kann