Elektromobilität Changan integriert Natrium-Ionen-Batterien von CATL in seine Stromer

Von Stefanie Eckardt 3 min Lesedauer

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Changan will die Natrium-Ionen-Batterietechnologie als Teil seiner globalen Batteriestrategie vorantreiben. Dabei setzt der chinesische Autobauer auf die Naxtra-Batterien von CATL, wie das Unternehmen im Rahmen seines Events „Changan SDA Intelligence Update & Global Launch of Sodium-Ion Battery Strategy” in Yakeshi bekannt gab.

CATLs neue Natrium-Ionen-Batterie soll in zukünftige Pkw-Modelle verschiedener Changan-Marken zum Einsatz kommen. In Yakeshi wurden sie harten Tests unterzogen.(Bild:  Changan)
CATLs neue Natrium-Ionen-Batterie soll in zukünftige Pkw-Modelle verschiedener Changan-Marken zum Einsatz kommen. In Yakeshi wurden sie harten Tests unterzogen.
(Bild: Changan)

Mit bis zu 175 Wh/kg zählt die Energiedichte der CATL Naxtra-Batterie derzeit zu den höchsten der Energiedichten heutiger serienfertiger Natrium-Ionen-Batterien. Mit Natrium-Ionen-Batterien ausgestattete Fahrzeuge werden unter extremen Bedingungen systematisch überprüft, wobei die Tests sowohl die Leistungsgrenzen als auch die Systemsicherheit umfassen. Auch bei extremer Kälte bieten Natrium-Ionen-Batteriesysteme eine hohe Leistungsfähigkeit. Sie zeigen eine stabile Entladungsfähigkeit, überzeugen in puncto Sicherheit und bieten eine hohe Leistung in Umgebungen mit niedrigen Temperaturen. Die Erprobung fand auch bei Temperaturen von ca. minus 40 Grad Celsius durch.

Extremtests bestätigen Zuverlässigkeit

Der chinesische Autobauer führte verschiedene extreme Belastungstests durch, die über die nationalen Vorgaben für Sicherheitsstandards und die Systemsicherheit hinaus gingen. Tests wie Druck-, Bohr- und Sägeprüfungen wiesen dabei eine starke inhärente Stabilität nach, ohne dass es zu Feuer, Rauchentwicklung oder Explosionen gekommen ist.

Die Veranstaltung thematisierte auch die nächste Evolutionsstufe von SDA Intelligence, das als proaktiver Sicherheitsrahmen mehr ist als ein bekanntes passives Sicherheitssystem und eine proaktive, KI-gesteuerte Fahrzeugstabilisierung ermöglicht. Während der Live-Tests bei extremer Kälte in Yakeshi wurden Fahrzeuge der Marken Avatr und Changan, darunter die CS-Serie, Changan Deepal und Changan Nevo, diversen realen Szenarien unter extremen Niedrigtemperaturbedingungen unterzogen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Laborsimulationen konzentrierten sich diese Tests auf die Bewertung des intelligenten Fahrverhaltens und der Fahrwerkssteuerung in unvorhersehbaren, reibungsarmen natürlichen Umgebungen.

So meisterte der Avatr 12 einen simulierten Notfall-Spurwechsel auf vereister Fahrbahn nach einem Reifenplatzer. Der Changan Nevo Q05 – dessen Markteinführung in Europa Ende dieses Jahres geplant ist – erkannte mit ACC Hindernisse auf rutschigem Eis und führte eine kontrollierte Notbremsung durch.

Fahrer- und Passagier-Sicherheit im Fokus

Die Fahrer- und Passagier-Sicherheit bei Changan basiert auf einem Validierungsansatz mit verschiedenen kritischen Tests. Hinter diesem Ansatz stehen ein belastbares Testsystem sowie ein Labor-Cluster, die die Grundlage für umfassende Sicherheit in alle Szenarien beim Autobauer bietet.

Für die Hardware-Tests unter realen Bedingungen hat Changan das Western Automotive Proving Ground mit einer Fläche von rund 2,33 Quadratkilometern errichtet. Die Gesamtinvestitionen dafür betrugen rund 431 Millionen US-Dollar. Das Testgelände verfügt über 14 Teststrecken und mehr als 70 Arten Straßenbeläge. Die jährliche Testkilometerleistung von über 20 Millionen Kilometern entspricht etwa 500 Erdumfahrungen.

Für Software-Tests betreibt das Unternehmen ein Labor für intelligente Fahrzeugsicherheitstechnologie, bekannt als Changan SDA Labor. Das Labor deckt mehr als 400.000 virtuelle Simulationsszenarien ab, wobei die tägliche Fahrleistung bei intelligenten Fahrsimulationen mehr als 3,3 Millionen Kilometer beträgt.

Zusammen bilden diese strengen Test- und Prüfsysteme gemeinsam mit den Laborkapazitäten die technologische Grundlage für die Systemsicherheit der SDA-Intelligenz. Sie sorgen bei jedem Fahrzeug des Herstellers von Anfang an für eine zuverlässige und integrierte Sicherheitsgarantie, auf die sich die Fahrer und Passagiere vom ersten Tag an verlassen können.

Weltweit unter verschiedenen Bedingungen testen

Das Event in Yakeshi ist dafür nur der Ausgangspunkt. Die globale Testphase 2026 umfasst außerdem Tests in Südostasien für die Überprüfung der Haltbarkeit bei hoher Luftfeuchtigkeit und in den Alpen für die Fahrwerksabstimmung in großer Höhe. In Eurasien wird Changan zudem Wintertests mit Blick auf die Zuverlässigkeit bei Eis und Schnee durchführen, wobei in diesem Fall der Avatr 12 als Testfahrzeug zum Einsatz kommt. In Lateinamerika plant der Autobauer eine Cross-Country-Fahrt von Cancún nach Mérida in Mexiko, bei der der Schwerpunkt auf der Langstrecken-Zuverlässigkeit liegt. (se)

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