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Legendäre Fahrzeugmodelle mit Kultstatus
Dem wachsenden Wohlstand und den immer differenzierteren Käuferwünschen entsprechend, entwickelte Renault ab den 1960er-Jahren neue Fahrzeuge, die sich durch formale Eigenständigkeit ebenso wie durch ihre neuartigen Konzepte und ihre beispielhafte Funktionalität vom Wettbewerb absetzten. Ein Musterbeispiel dafür ist der 1961 eingeführte Renault 4, der heute als Klassiker gilt. Der Prototyp des modernen Kompaktwagens mit praktischem Steilheck und großer Ladeklappe ist mit über acht Millionen gebauten Einheiten bis heute das meist produzierte Renault Modell.
Eine Revolution in der automobilen Mittelklasse bedeutete 1965 das Debüt des Renault 16. Sein Schrägheck-Design, die praktische Heckklappe und die umlegbare Rücksitzbank erwiesen sich als ebenso wegweisend wie sein neuartiger Vierzylinder-Aluminium-Motor. 1972 folgte mit dem Renault 5 ein weiterer Bestseller, der ebenfalls Kultstatus erlangte.
Einen weiteren Meilenstein der Automobilgeschichte verkörperte der 1984 vorgestellte Renault Espace. Der Urvater aller europäischen Vans verkörpert das ultimative „Auto zum Leben”. Mit weiteren Modellen im sogenannten One-Box-Design, dem Twingo (1993) und dem Scénic (1996), führte Renault diese Linie weiter.
Als Global Player ins neue Jahrtausend
Nach der Privatisierung im Jahr 1996 verstärkte Renault sein internationales Engagement nochmals. Einen wesentlichen Schritt markierte die 1999 geschlossene Allianz mit Nissan, die neben Nutzung von Synergien auch die gegenseitige Unterstützung bei der Erschließung internationaler Märkte ermöglicht. Weitere Schritte in Richtung Globalisierung waren die Übernahme des rumänischen Herstellers Dacia, ebenfalls im Jahr 1999, sowie die Gründung der Renault Samsung Motors in Korea im Jahr 2000.
Im Rahmen seiner strategischen Partnerschaft mit AVTOVAZ trägt Renault außerdem seit 2008 entscheidend zur Erneuerung der Lada Modellpalette bei. Im April 2010 unterzeichneten die Renault-Nissan Allianz und die Daimler AG eine weitreichende strategische Kooperation.
Ende 2013 vereinbarten Renault und der zweitgrößte chinesische Automobilhersteller Dongfeng Motor ihre Zusammenarbeit. Das neu gegründete Joint Venture Dongfeng Renault Automotive Company (DRAC) investierte 870 Millionen Euro in eine moderne Produktionsstätte in Wuhan, die 150.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen kann. Langfristig wird eine Produktion von 300.000 Einheiten angestrebt. Anfang 2016 wurde das Werk eröffnet. Seit 2016 zählt Mitsubishi Motors zur Renault-Nissan Allianz.
Fokus auf Elektromobilität
Einen besonderen Fokus richtet Renault auf das Thema Elektromobilität. Der Hersteller ist Marktführer in Europa und in Deutschland im Bereich rein elektrischer Fahrzeuge. Mit dem Stadtlieferwagen Kangoo Z.E., dem Cityflitzer Twizy sowie dem ZOE – Europas meistverkauftem E-Auto – hat Renault heute eine umfassende Modellpalette mit reinem Elektroantrieb im Programm. Im Frühjahr 2018 wird der Hersteller mit dem Elektrotransporter Master Z.E. seine E-Fahrzeug-Offensive weiter fortsetzen.
Daneben weitete Renault seit 2013 mit Captur, Kadjar und Koleos das Angebot an Crossover-Modellen aus. Mit dem Kwid kam 2015 außerdem ein maßgeschneidertes Einstiegsmodell für Indien und Lateinamerika auf den Markt. Die Premiere des Duster Oroch für den südamerikanischen Markt und des Alaskan markierten den Einstieg ins weltweit wachstumsstarke Pick-up-Segment.
Neuer Strategieplan weist in die Zukunft
Der Strategieplan „Drive The Future 2017-2022” weist für die Renault Gruppe den Weg in die Zukunft. Im Rahmen des Sechs-Jahres-Plans will der Konzern bis 2022 den jährlichen Umsatz auf über 70 Milliarden Euro steigern und die operative Marge der Gruppe auf über sieben Prozent erhöhen. Die Zahl der weltweit verkauften Fahrzeuge soll auf über fünf Millionen pro Jahr wachsen.
Um die Position der Renault Gruppe im Bereich Elektromobilität zu stärken, sollen bis 2022 insgesamt acht rein elektrische Fahrzeuge und zwölf elektrifizierte Modelle auf dem Markt kommen. Außerdem werden 15 Fahrzeuge mit autonomen Fahrfunktionen entwickelt. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Gruppe 18 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren.
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