Fahrwerkselektronik ZF stattet Cadillac Celestiq mit Smart Chassis Sensor aus

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Der elektrische Cadillac Celestiq fährt mit dem Smart Chassis Sensor von ZF, der fest in den Kugelgelenken aller vier Radaufhängungen integriert ist und den Fahrzeughöhenstand ermittelt. Die gesammelten Daten vermitteln Informationen zum Fahrzeug, aber auch seiner Umgebung und zur Straßenoberfläche.

Der Cadillac Celestiq setzt serienmäßig auf den Smart Chassis Sensor von ZF.(Bild:  GM, ZF Group)
Der Cadillac Celestiq setzt serienmäßig auf den Smart Chassis Sensor von ZF.
(Bild: GM, ZF Group)

Auf dem Weg zum Software-definierten Fahrzeug gewinnen leistungsfähige und intelligente Sensoren immer mehr an Bedeutung – und sammeln dabei eine Vielzahl von Daten: „Die Serienpremiere unseres Smart Chassis Sensors verdeutlicht, welche Bedeutung intelligente und zugleich robuste Sensoren für neue elektronische Fahrzeugfeatures haben“, erklärt Steffen Reichelt, Leiter der Produktlinie Chassis Components bei ZF. „Unser Sensor ersetzt mit Hilfe von Auswertungsalgorithmen dabei nicht nur klassische Höhenstandssensoren, er übertrifft sie auch deutlich im Hinblick auf Menge und Zuverlässigkeit der ermittelten Daten.“

Kein separater Einbau notwendig

Im Fahrzeug ist die Lösung des Zulieferers fest in die Kugelgelenke an allen vier Radaufhängungen integriert – zwei in den vorderen Querlenkern und zwei in den hinteren Querlenkern. Dank dieser Integration entfällt ein separater Einbau, was Zeit und Gewicht spart. An den Kugelgelenken ändert sich während der Fahrt durch die Ein- und Ausfederbewegung des Rades der Winkel des im Radgelenk integrierten Kugelzapfens. ZF hat einen Weg gefunden, diese spezifischen Veränderungen in der Auswinkelung zuverlässig messbar zu machen.

Der Hauptvorteil dieser Eigenentwicklung ist daher die Güte und Menge an Daten, die mit dem Smart Chassis Sensor für viele elektronische Funktionen direkt aus dem Fahrwerk zur Verfügung stehen – und zwar unabhängig davon, ob dabei entsprechende ZF-Systeme oder Produkte von Mitbewerbern zum Einsatz kommen.

Potenzial für neue Funktionen und Geschäftsmodelle

Unabhängig vom konkreten Einsatz weist die neue Sensorlösung diverse Potenziale auf. Cadillac kann beispielsweise im Celestiq die Daten des Sensors nutzen, um die Dämpfung und die Luftfederung sowie die Leuchtweitenregulierung zu steuern. Je nach Ausbreitungsgrad des Systems und Vernetzung der Fahrzeuge lässt sich auch das Road Condition Monitoring umsetzen: Dabei erkennt der Sensor Unregelmäßigkeiten in der Fahrbahn, wie Schlaglöcher oder Temposchwellen und Fahrbahnschwellen. So kann sich das Fahrwerk besser auf die Verhältnisse einstellen, die Fahrzeugdämpfung an den Fahrbahnzustand anpassen und wichtige und sicherheitsrelevante Fahrwerkkomponenten vor einer Schädigung schützen. „Die Daten, die der Sensor sammelt, lassen zusätzliche Rückschlüsse über das Fahrzeug, seine Umgebung und die Straßenoberfläche zu. Diese Erkenntnisse sind besonders attraktiv für die gewerblichen Fahrzeugnutzer und Flottenhalter, aber auch für die Instandhaltung der Straßen-Infrastruktur“, unterstreicht Reichelt.

Darüber hinaus können auch fahrdynamische Anwendungen wie die ERC sowie aktive oder semiaktive Dämpfungssysteme mit den Daten versorgt werden.  (se)

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