Alternative Antriebe Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum Pfeffenhausen geht in die Umsetzung

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Hochschule Landshut, HyTacc und HyTacc Cryo, die Technische Hochschule Ingolstadt und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg haben die Förderbescheide für die Wasserstoff-Versorgungsinfrastruktur und die Testeinrichtungen des Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrums.

Feierliche Übergabe des Föderbescheids an der Hochschule Landshut: Staatsminister Hubert Aiwanger, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Prof. Dr. Aida Anetsberger und Prof. Dr. Tim Rödiger, beide Hochschule Landshut (vlnr.)(Bild:  Bayerische Staatskanzlei)
Feierliche Übergabe des Föderbescheids an der Hochschule Landshut: Staatsminister Hubert Aiwanger, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Prof. Dr. Aida Anetsberger und Prof. Dr. Tim Rödiger, beide Hochschule Landshut (vlnr.)
(Bild: Bayerische Staatskanzlei)

Mit der feierlichen Übergabe der Förderbescheide von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder und des bayerischen Staatsministers Hubert Aiwanger startete die Umsetzungsphase für das Wasserstoff-Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) auf dem Gelände in Pfeffenhausen, auf dem bereits im Herbst 2024 der Elektrolyseur der HyPerformer Wasserstoffmodellregion HyBayern in den Probebetrieb gegangen ist.

Der Bund stellt im Rahmen der Förderung für das Nationale Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff (ITZ) 54 Millionen Euro Zuwendung bereit. Rund 32 Millionen Euro davon fließen in die wissenschaftliche Infrastruktur der beteiligten Hochschulen. Der Freistaat Bayern hat weitere 30 Millionen Euro Zuwendung in Aussicht gestellt, von denen ein Teil bereits in den Grunderwerb und die Erschließung des Wasserstoffzentrums durch die Kommunalgesellschaft H2LA in Pfeffenhausen geflossen ist.

Zukünftige Testmöglichkeiten

HyTacc Cryo plant, den ersten Wasserstoff-Verflüssiger im Direktanschluss an einen Elektrolyseur zur Erzeugung von vollständig grünen Flüssigwasserstoff zu errichten. Damit will man ab Ende 2027 Nutzfahrzeug-, Sonderfahrzeug-, Kleinflugzeug- und Drohnenantriebe mit Flüssigwasserstoff, kryogenem Druckgas und aus Flüssigwasserstoff erzeugtem Druckgas erproben. Darüber hinaus sollen weitere regionale Nutzer mit Flüssigwasserstoff nach europäischem RFNBO-Standard (Renewable Fuel of Non-Biological Origin) versorgt werden können.

Des Weiteren ist eine Wasserstofftesthalle mit Außentestflächen in Planung. Diese soll für den Betrieb von Großprüfständen der Hochschule Landshut, TH Ingolstadt und OTH Regensburg sowie zur Nutzung durch gewerbliche Anwender, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sowie Startups genutzt werden.

Die Hochschule Landshut zeichnet sich für einen thermischen Wasserstoffprüfstand für Wasserstoffdruckspeicher und Speicherkomponenten verantwortlich. Der Prüfstand wird mit optischer Diagnostik und eigens entwickelten Spezialsensoren für schnelle Temperatur- und Wärmestrommessung ausgestattet. Diese Infrastruktur soll zukünftig neue Test-, Versuchs- und Simulationsmethoden ermöglichen, Be- und Entladeprozesse optimieren sowie Effizienz und Sicherheit von Wasserstoffdruckspeichern untersuchen.

Die TH Ingolstadt will ein Gesamtfahrzeugprüfstand für Nutzfahrzeuge mit Klimakammer und Simulatoren errichten. Die OTH Regensburg übernimmt federführend Errichtung und Betrieb eines H2-Verbrennungsmotorenprüfstands und eines Wasserstoff-Einblaseratenprüfstands.

Schwerlastverkehr und Kurzstreckenluftverkehr im Fokus

Die inhaltlichen Schwerpunkte des WTAZ liegen bei Wasserstoffantrieben und Betankungstechnik für den Schwerlastverkehr und Kurzstreckenluftverkehr, sowie unbemannten Flugobjekten unter Einsatz von Flüssigwasserstoff, kryokomprimiertem Wasserstoff und gasförmigem Wasserstoff bei Drücken bis zu 700 bar. Das Zentrum bietet eine Wasserstoff-Grundinfrastruktur für das Testen, Prüfen und Zertifizieren von Antriebskomponenten sowie für Wasserstoff-Betankungstechnik mit hohen Massenströmen. Der für den Betrieb des Test- und Prüfzentrums benötigte Wasserstoff kann nach eigenen Aussagen aus dem benachbarten HyBayern-Elektrolyseur vollständig grün oder aus externen Quellen bereitgestellt werden. Über den Verflüssiger soll grüner Flüssigwasserstoff in einem nachhaltigen Verfahren erzeugt und für die Nutzung vor Ort und in der Region bereitgestellt werden. (se)

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