Batterietechnik Volklec: Britischer Batteriehersteller setzt auf Know-how von Far East Battery

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Das britische Start-Up Volklec mit Sitz in den Midlands will nachhaltige Batterien für Straßen-, Gelände- und Schienenfahrzeuge produzieren, wie es bei der Gründung des Unternehmens im Mai 2024 hieß. Dafür setzt der Batteriehersteller nun auf chinesisches Know-how und hat im Rahmen dessen eine Lizenzvereinbarung mit Far East Battery getroffen.

Das britische Start-Up Volklec will zukünftig zwei Spezifikationen zylindrischer Lithium-Ionen-Batteriezellen des Typs 21700 herstellen. (Bild:  Volklec)
Das britische Start-Up Volklec will zukünftig zwei Spezifikationen zylindrischer Lithium-Ionen-Batteriezellen des Typs 21700 herstellen.
(Bild: Volklec)

Noch in diesem Jahr will Volklec mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien beginnen. Diese sollen vor allem in „Spezialanwendungen“ in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Marine sowie Off-Highway zum Einsatz kommen, wie das Start-Up betont. Dafür haben die Briten eine Vereinbarung zum Technologie- und Wissenstransfer mit dem chinesischen Unternehmen Far East Battery (FEB) geschlossen. FEB ist ein Geschäftsbereich von Far East Smarter Energy, das sich auf Smart Energy und Smart Cities konzentriert. FEB wiederum ist auf die Entwicklung und Herstellung von Batterien spezialisiert.

Know-how-Transfer

Im Rahmen dieser Vereinbarung über Technologie- und Wissenstransfer wird Volklec Lithium-Ionen-Batterien in Großbritannien herstellen. Die Produktion soll noch in diesem Jahr im Battery Industrialisation Centre (UKBIC) des Start-Ups beginnen. Dieses wird von FEB-Spezialisten in China unterstützt, um eine hochwertige Produktionslinie für den Produktionsstart in Coventry sicherzustellen.

Volklec wird zwei Spezifikationen zylindrischer Lithium-Ionen-Batteriezellen des Typs 21700 herstellen. Als erstes wird eine kompakte zylindrische Zelle mit NMC-Chemie in Produktion gehen, die den breiten Sektor der Elektromobilität und Energiespeicherung bedient.

Danach will man eine Energiezelle auf den Markt bringen, die in erster Linie für den High-Value-Manufacturing-Sektor bestimmt ist, insbesondere für Spezialanwendungen in den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Marine und Off-Highway.

10-GWh-Gigafabrik geplant

Volklec wird die derzeitige 100-MWh-Produktionslinie von UKBIC für die Herstellung der Energiezelle nutzen, wobei bis Ende 2026 eine zusätzliche 1-GWh-Produktionslinie für die Herstellung der Stromzelle installiert werden soll. Der strategische Fahrplan von Volklec sieht eine eigene 10-GWh-Gigafabrik vor, die eine Investition von mehr als einer Milliarde Pfund bedeutet und bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 1.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen wird.

Das Team des Start-Ups wird von Geschäftsführer Phil Popham geleitet, der zuvor die Geschäfte von Jaguar Land Rover leitete und als CEO von Lotus Cars sowie Sunseeker im Bereich der Luxusschifffahrt tätig war. „Es besteht ein dringender Bedarf an neuen unabhängigen Herstellern, um die Batterielieferkette im Vereinigten Königreich zu sichern“, betonte Popham. „Es gibt heute keinen größeren Wandel als die elektrische Revolution im Verkehr und in der Mobilität, und die britische Start-up-Szene floriert, vom Motorsport bis zu schweren Geländefahrzeugen und den meisten Dingen dazwischen. Aber es gibt eine große Lücke in der Lieferkette. Das Vereinigte Königreich ist besonders stark in den Spezial- und Hochleistungssektoren, die eine sichere Versorgung mit Qualität und Zuverlässigkeit benötigen. Unsere Aufgabe ist es, diesen Innovatoren zum Erfolg zu verhelfen.“  (se)

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