Elektromobilität Vitesco Technologies bringt Hochvolt-Box in Serie

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vitesco Technologies bereitet den Serieneinsatz seiner Hochvolt-Box vor. Das modular aufgebaute System soll das Laden, Wandeln und Verteilen von Strom im Elektrofahrzeug günstiger machen. Je nach Auslegung sind mehrere Funktionen in einer Einheit integriert – das Ladegerät für ein AC-Laden am Netz mit bis zu 22 kW Ladeleistung, ein Gleichstromwandler, der Strom für das 12-V-Netz im Auto liefert sowie eine Leistungselektronik, die Hochvolt-Energie im Auto verteilt und Gleichstromladen mit bis zu 800 V ermöglicht.

Die neue Hochvolt-Box von Vitesco Technologies fasst mehrere Funktionen in einer kompakten Einheit für eine Systemspannung von bis zu 800 V zusammen.(Bild:  Vitesco Technologies)
Die neue Hochvolt-Box von Vitesco Technologies fasst mehrere Funktionen in einer kompakten Einheit für eine Systemspannung von bis zu 800 V zusammen.
(Bild: Vitesco Technologies)

Mit dem hohen mechatronischen Integrationsgrad der Hochvolt-Box sinkt der Platzbedarf im Fahrzeug, während die Zuverlässigkeit der Gesamtlösung im Vergleich zu Einzelgeräten steigt. SiC-Chips sorgen beim Laden für einen Wirkungsgrad von mehr als 95 Prozent. Für den Fahrzeugbesitzer bedeutet das eine niedrigere Stromrechnung. Weil Elektroautos oft am heimischen Netz geladen werden, ist der Wirkungsgrad für die Fahrzeughalter attraktiv. Dank der hohen AC-Ladeleistung von bis zu 22 kW lädt die Hochvolt-Box 200 km Reichweite in unter zwei Stunden. Beim DC-Hochvoltladen mit 800 V passiert das in 12 Minuten. Die ausgereifte Leistungselektronik sorgt dafür, dass dieses System neben seiner Effizienz auch elektrische Sicherheit bietet.

Eine für alles

Bisher ist der On-board Charger (OBC) für das Laden am Stromnetz mit Wechselstrom ein Einzelgerät im Fahrzeug. Der OBC wandelt den Netzstrom in Gleichstrom um, der in die Hochvolt-Batterie fließt. Eine weitere Einzelkomponente ist der DC/DC-Wandler, der Gleichstrom aus der Hochvolt-Batterie für das 12-V-Bordnetz bereitstellt – oder 12 V zu Hochvolt-DC wandelt. Eine Leistungselektronik verteilt die Hochvolt-Ströme im Fahrzeug (Power Distribution Unit, PDU). Zusätzlich kann diese Elektronik für ein DC-Laden mit bis zu 800 V an Schnellladestationen ausgelegt sein. Alle diese Komponenten müssen verkabelt werden. Sie benötigen Gehäuse, Bauraum und Kühlung. Die modulare, skalierbare Hochvolt-Box erleichtert es, zwei oder mehr dieser Funktionen mit einer einzigen Einheit abzudecken. SiC-Technologie minimiert dabei die Wandlungsverluste.

Bidirektionales Laden unterstützen

Innerhalb des modularen Aufbaus deckt das Unternehmen nach eigenen Aussagen alle relevanten europäischen und weltweiten Netztopologien ab: Die Hochvolt-Box ist für modular anpassbare Fahrzeuge für alle Märkte weltweit ausgelegt. Gleichzeitig werden auch neue Funktionen unterstützt. Für einen Serienauftrag bietet die Hochvolt-Box bereits bidirektionales Laden. Das heißt, sie stellt bei Bedarf Wechselstrom mit 230 V aus der Fahrzeug-Batterie bereit. Damit können Autobesitzer die große Batterie auch nutzen, um zum Beispiel unabhängig vom öffentlichen Stromnetz elektrische Geräte anzutreiben, oder um an der eigenen Photovoltaikanlage geladenen Strom gegen Bezahlung ins Netz einzuspeisen.

In Zukunft kann es die Hochvolt-Box mit bidirektionaler Funktion auch ermöglichen, bei Stromausfall im Netz ein ganzes Haus aus der Hochvolt-Batterie heraus zu versorgen. Möglich machen das die Batterien im Fahrzeug, die eine viel höhere Kapazität haben als die meisten Stromspeicher, die in Wohnhäusern installiert werden.  (se)

(ID:49937041)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung