Industrieverbände warnen Verbände warnen: Die Batteriestandorte Deutschland und EU sind gefährdet

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In einem offenen Brief an Bundeskanzler Merz und Bundesminister warnen fünf Industrieverbände davor, dass in Deutschland und Europa das Batterieökosystem und der Batteriestandort gefährdet sind. In einem Acht-Punkte-Plan schlagen sie Maßnahmen vor.

Industrieverbände warnen, dass die Batteriestandorte Deutschland und Europa gefährdet sind.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Industrieverbände warnen, dass die Batteriestandorte Deutschland und Europa gefährdet sind.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien (KLIB), der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Maschinen- und Anlagenbauverband (VDMA) sowie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) warnen, dass die Weiterentwicklung des Batterieökosystems in Deutschland und Europa ins Stocken geraten könnte. Ihre Sorge haben die Verbände Mitte Oktober 2025 in einem Schreiben an Bundeskanzler Merz sowie Bundesminister formuliert.

Darin verweisen sie eigenen Angaben zufolge auf Insolvenzen, Projektabbrüche und den Rückzug kleiner und mittelständischer Unternehmen aus dem Batterieumfeld. Diese Entwicklung gefährde die europäische Unabhängigkeit und erhöhe die Abhängigkeit von außereuropäischen Zell- und Materiallieferanten.

Acht-Punkte-Plan für mehr Wettbewerbsfähigkeit

In einem gemeinsamen Acht-Punkte-Plan skizzieren die Verbände konkrete Maßnahmen, etwa bessere Standortbedingungen, Planungssicherheit, faire Wettbewerbsbedingungen, eine koordinierte europäische Strategie und gemeinsame Risikoübernahme durch Politik und Industrie. Außerdem betonen sie die Bedeutung der Rohstoffsicherung sowie gezielter Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Zwar begrüßen die Verbände die neue Hightech-Agenda der Bundesregierung, die die Batterieforschung stärkt. Es fehle jedoch an einer übergeordneten industriepolitischen Vision, die Forschung, Produktion und Markthochlauf strategisch miteinander verknüpft. Laut den Verbänden hängt die Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Produkte – von Elektrofahrzeugen über stationäre Energiespeicher bis zu Verteidigungsanwendungen – unmittelbar von leistungsfähigen Batterien ab.

Bis 2030 wird weltweit ein Marktvolumen von rund 155 Milliarden Euro erwartet, davon rund 54 Milliarden Euro in Europa. Ein starkes Batterieökosystem könne so nicht nur die technologische Souveränität Europas sichern, sondern auch Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. (sb)

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