Nutzfahrzeuge Vector und Hubject wollen VDV-261-Vorkonditionierung für elektrische Busflotten vereinfachen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Vector Informatik erweitert sein Lade- und Energiemanagement vCharM um wesentliche Funktionen für die VDV-261-konforme Vorkonditionierung elektrischer Busflotten. Gemeinsam mit Hubject ermöglichen die Stuttgarter ein automatisiertes Zertifikatsmanagement über eine öffentliche Public Key Infrastructure.

VDV-261-Vorkonditionierung eines elektrischen Busses(Bild:  Vector Informatik)
VDV-261-Vorkonditionierung eines elektrischen Busses
(Bild: Vector Informatik)

Die Vorkonditionierung nach VDV 261 nutzt die Energie der Ladesäule, um verschiedene Fahrzeugbereiche bereits vor Betriebsbeginn zu temperieren. Elektrobusse starten dadurch mit voller Ladeleistung in den Linienbetrieb. Bei Abfahrt steht mehr nutzbare Energie zur Verfügung, da während der Fahrt keine zusätzliche Energie für das Aufheizen benötigt wird.

Komplexität minimieren

Die VDV 261 schreibt gesicherte TLS-Verbindungen zwischen Fahrzeug, Ladesäule und Backend vor. Voraussetzung dafür ist, dass alle beteiligten Systeme über Zertifikate derselben Zertifizierungsstelle verfügen. Bislang mussten diese Zertifikate manuell erstellt und verteilt werden, was mit einem hohen Aufwand verbunden war.

Um diese Komplexität zu reduzieren, hat Vector eine Partnerschaft mit Hubject geschlossen. vCharM ermöglicht die automatisierte Erstellung der erforderlichen Zertifikate über eine öffentliche Public Key Infrastructure (PKI) sowie deren automatische Installation auf Ladesäule und Backend. Das zugehörige Stammzertifikat von Hubject ist bei vielen Fahrzeugherstellern bereits vorinstalliert, wodurch manueller Aufwand und Fehleranfälligkeit erheblich sinken. Insbesondere bei großen Busflotten und komplexen Depotstrukturen führt das zu einer deutlich schnelleren Einführung der VDV-261-Funktion.

Netzwerkinfrastruktur muss nicht umgestellt werden

Neben den Sicherheitsanforderungen verlangt die VDV 261 eine durchgehende IPv6-Kommunikation vom Fahrzeug über die Ladesäule bis zum Backend. In der Praxis basieren jedoch viele bestehende Firmennetze und Mobilfunkanbindungen weiterhin auf IPv4.

vCharM.edge soll hier Abhilfe schaffen. Die Hardware integriert einen IPv6 zu IPv4 Proxy, der eine VDV-261-konforme Kommunikation ermöglicht, ohne dass Verkehrsbetriebe ihre bestehende Netzwerkinfrastruktur umstellen müssen. Bestehende IPv4-Umgebungen bleiben vollständig nutzbar und der Implementierungsaufwand nimmt ab.

Planbarkeit verbessern

Die Kombination aus automatisiertem Zertifikatsmanagement und IPv4-Integration erleichtert die Umsetzung der VDV 261 maßgeblich. Verkehrsbetriebe können die Vorkonditionierung ihrer Elektrobusse einfach, zuverlässig und wirtschaftlich realisieren. Ein zentraler betrieblicher Vorteil liegt in der höheren verfügbaren Energie bei Abfahrt. Fahrzeuge starten vorkonditioniert in den Linienbetrieb und beziehen die benötigte Energie direkt über die Ladesäule. Das verbessert Reichweite, Planbarkeit und Betriebssicherheit im täglichen Einsatz. Die neuen Funktionen sind ab sofort Bestandteil des Vector Lade- und Energiemanagements vCharM. (se)

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