Elektromobilität Valeo und Mahle entwickeln magnetfreie E-Achse

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Valeo und Mahle arbeiten gemeinsam an einer magnetfreien E-Achse, die in Elektrofahrzeugen mit Höchstleistungen von 220 bis 350 kW zum Einsatz kommen soll. Beide Unternehmen haben eine Entwicklungsvereinbarung für ein Brushless-Electrical-Excitation-System unterschrieben.

Kooperieren bei der Entwicklung einer magnetfreien E-Achse: Valeo und Mahle.(Bild:  Valeo | Mahle)
Kooperieren bei der Entwicklung einer magnetfreien E-Achse: Valeo und Mahle.
(Bild: Valeo | Mahle)

Die Automobilzulieferer Valeo und Mahle bauen gemeinsam ihre Produktportfolios für magnetfreie elektrische Motoren (Electrically Excited Synchronous Machine, EESM) aus. Dafür bündeln sie ihre Kräfte, um gemeinsam eine magnetfreie E-Achse (Inner Brushless Electrical Excitation, iBEE) zu entwickeln. Dazu bringen die Zulieferer ihre jeweilige Expertise in dieses Projekt ein: Valeo für E-Motoren und hocheffiziente Wechselrichter – Mahle für magnetfreie Rotoren seine Contactless-Transmitter-Technologie. Außerdem werden die Partner ein Kühlkonzept entwickeln, um das bestmögliche Verhältnis von Dauer- zu Spitzenleistung zu erzielen. Des Weiteren halten die Entwickler eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks im Vergleich zu einem System mit permanentmagneterregtem E-Motor gleicher Leistung um mehr als 40 Prozent für möglich. Tests der ersten Prototypen sollen bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Ohne seltene Erden

Valeos erstes EESM-Projekt baut auf seiner seit 2022 laufenden Zusammenarbeit mit einem europäischen Automobilhersteller auf, um neue EESM zu entwickeln. Das Projekt hatte zwei Ziele: erstens, eine All-In-One-Architektur mit neuem Stator und neuer Kühlung zu entwickeln, mit der die Leistungsdichte im Vergleich zu Motoren der aktuellen Fahrzeuge des Herstellers um 30 Prozent gesteigert werden kann. Zweitens soll der CO2-Fußabdruck gegenüber permanentmagneterregten E-Motoren um 30 Prozent reduziert werden. Vor allem dank Valeos Inverter-Expertise konnten die Erwartungen nach einer sechsmonatigen Validierungsphase mit Blick auf Leistung und Effizienz übertroffen werden. Die Ergebnisse entsprechen den Eigenschaften permanentmagneterregter E-Motoren für Fahrzeuge der Kleinwagen- und Kompaktsegmente und bieten gleichzeitig alle Vorzüge der magnetfreien Technologie, wie der Verzicht auf Seltene Erden.

Kontaktlose Leistungsübertragung

Im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie fokussiert sich Mahle auf die Entwicklung elektrischer Antriebssysteme. Seine Technologie der kontaktlosen Übertrager für magnetfreie E-Motoren belegt die Expertise des Unternehmens in diesem Bereich. Daher spielt diese Technologie eine wichtige Rolle für EESM-basierte E-Achsen. Der Verzicht auf seltene Erden ist nicht nur ein positiver Beitrag zur Nachhaltigkeit der E-Mobilität, sondern bringt auch Vorteile bei Kosten und Ressourcensicherheit. Zentrales Merkmal ist die induktive und damit kontaktlose Leistungsübertragung – durch sie arbeitet der Motor verschleißfrei und ermöglicht einen Wirkungsgrad, der neue Maßstäbe setzt.  (se)

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