Batterietechnik TUM gründet Batterie-Start-up-Inkubator

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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An der Technischen Universität München entsteht derzeit ein Batterie-Start-up-Inkubator. Dieser soll als integraler Bestandteil der TUM Venture Labs unterstützend wirken und beraten, wenn man ein Unternehmen im Bereich Batterietechnik gründen möchte. Ziel: den Markteintritt neuer Batterietechnologien aus der Forschung zu beschleunigen und so die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.

Ein erfolgreiches Batterie-Start-up aus dem Ökosystem der TUM ist beispielsweise Twaice. Gründer Stephan Rohr hat Batterietechnologie aus der Forschung auf den Markt gebracht.(Bild:  Uli Benz | TUM)
Ein erfolgreiches Batterie-Start-up aus dem Ökosystem der TUM ist beispielsweise Twaice. Gründer Stephan Rohr hat Batterietechnologie aus der Forschung auf den Markt gebracht.
(Bild: Uli Benz | TUM)

„Batterien sind ein Schlüssel zur Energiewende und Elektromobilität, aber bislang stammen mindestens 70 Prozent der weltweiten Produktion aus China. Diese Abhängigkeit birgt Risiken, die wir durch eine gezielte Förderung heimischer Initiativen überwinden wollen“, unterstreicht TUM Venture Labs CEO Dr. Philipp Gerbert und erklärt: „Deutschland hat auf diesem Gebiet eine enorm starke Forschungsposition, aber die Überführung in wirtschaftliche Unternehmen schwächelt. Mit BaStI schaffen wir erstmals ein deutschlandweit vernetztes Ökosystem, das technologieorientierte Gründungsinteressierte in der so entscheidenden Startphase begleitet.“

Theorie in die Praxis umsetzen

Der Batterie-Start-up-Inkubator (BaStI) vereint wissenschaftliches Know-how und praxisnahe Unterstützung. Prof. Jennifer L.M. Rupp, Leiterin des TUM-Lehrstuhls für Festkörperelektrolyte und selbst Gründerin des Batterie-Start-ups Qkera, erläutert: „Mit BaStI setzen wir auf eine ganzheitliche Förderung, die technologische Innovation mit unternehmerischem Denken verbindet. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse effizienter in marktreife Produkte zu überführen und damit die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Dafür brauchen wir industrielle Produktion hier vor Ort.“

Das Gründerzentrum UnternehmerTUM bringt Ausbildungsformate wie XPRENEURS und XPLORE in das Projekt ein und ergänzt das Angebot durch praxisnahen Zugang zu einem breiten Industrie- und Investoren-Netzwerk. Konkret geht es um die Vermittlung von Mentoren, Unternehmen als Erstkunden und die Unterstützung beim Fundraising. Umgesetzt wird BaStI mit Unterstützung durch die TUMint.Energy Research und Jennifer Rupp als Projektkoordinatorin. Und mit dem Münchner Exzellenzcluster e-conversion verfügt der Inkubator über eine entsprechende energiewissenschaftliche Expertise direkt am Standort.

Förderungen

Eine besondere Herausforderung für Hardware-Batterie-Start-ups, die Materialkomponenten oder gar ganze Batterien produzieren, sind die hohen nötigen Anfangsinvestitionen. Die Entwicklungsphase und wissenschaftliche Validierung einer Idee sowie die tatsächliche Gründungsphase und der Bau von Prototypen werden über BaStI und die TUMint.Energy Research hinaus mit eigenständigen Förderinstrumenten des BMBF im Rahmen des Dachkonzepts Batterieforschung gefördert.  (se)

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