Batterietechnik TU Braunschweig nimmt neue Anlagen für Batterieproduktionsprozesse in Betrieb

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Am Forschungszentrum Battery Labfactory Braunschweig der Technischen Universität Braunschweig wurden drei Anlagen zur Produktion von Batteriezelltechnologien feierlich eingeweiht. So will man neuartige Herstellungsverfahren für Batterieelektroden unter industrienahen Bedingungen erforschen.

Neu an der TU Braunschweig: Die Pilotanlage zur Trockenbeschichtung inklusive Trockenraum und Laborinfrastruktur. (Bild:  Christian Bierwagen | TU Braunschweig)
Neu an der TU Braunschweig: Die Pilotanlage zur Trockenbeschichtung inklusive Trockenraum und Laborinfrastruktur.
(Bild: Christian Bierwagen | TU Braunschweig)

Das Forschungszentrum Battery Labfactory Braunschweig beherbergt nunmehr eine Pilotanlage zur Trockenbeschichtung mit Trockenraum und Laborinfrastruktur. Die Trockenbeschichtung stellt eine neuartige Produktionsmethode dar, die im Vergleich zur klassischen Nassbeschichtung deutliche Vorteile hinsichtlich Kosten, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bietet.

Des Weiteren gibt es eine Tandem-Nassbeschichtungsanlage zur zirkulären Batteriezellproduktion. Diese Anlage wurde insbesondere für die Realisierung einer mehrfachen Kreislaufproduktion mit nachhaltigen Trocknungsverfahren konzipiert und ermöglicht die reproduzierbare Herstellung größerer Mengen von Elektroden und Zellen. Damit schafft sie zusammen mit der schon vorhandenen Recycling-Anlage die Voraussetzung für industrienahe Untersuchungen geschlossener Materialkreisläufe.

Darüber hinaus steht eine 3D-Druckanlage für Festkörperelektroden zur Verfügung. Der Fokus liegt hier auf der Entwicklung und Herstellung von 3D-Festkörperelektroden für zukünftige Batteriegenerationen. „In ihrer Gesamtheit komplettieren die drei Anlagen eine deutschlandweit einzigartige Forschungsinfrastruktur, mit der wir Innovationen für nachhaltige, zirkuläre und leistungsfähige Batteriezelltechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Grundlagenforschung bis zur industrienahen Demonstration – entwickeln können“, erläutert Professor Arno Kwade, Vizepräsident für Transfer und Innovation der TU Braunschweig und Vorstandssprecher der BLB. „Mit diesen vom BMFTR mit über zehn Millionen Euro geförderten Anlagen stärkt der Regionalverbund BLB+ den Ausbau der Region Braunschweig und Niedersachsen zu einem führenden Hotspot für die zirkuläre Produktion von Energiespeichern und -wandlern und leistet einen wichtigen Beitrag zur Transformation der Batteriezellproduktion in Deutschland.“

Geballte Expertise

Die Battery Labfactory Braunschweig (BLB) bildet gemeinsam mit dem Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells (CPC) und dem Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und ‑Systeme (Fraunhofer ZESS) den Regionalverbund Braunschweig Labfactories for Batteries and more (BLB+) mit einer Kompetenz in nachhaltiger Energiespeicher- und Brennstoffzellenforschung.

In den drei Forschungszentren arbeiten Mitglieder der TU Braunschweig und der Fraunhofer-Gesellschaft mit Mitgliedern der TU Clausthal, der PTB und der Leibniz-Universität Hannover eng zusammen. Von der daten- und wissensbasierten Entwicklung neuer Elektroden und Membranen über neue Zellkonzepte, In-situ-Diagnoseverfahren und digitale Simulationswerkzeuge bis hin zu ökologisch und ökonomisch optimierten Recycling- und Materialsyntheseprozessen zielt die Zusammenarbeit auf geschlossene Stoffkreisläufe für Lithium-Ionen-, Natrium-Ionen- und Lithium-Schwefel-Batterien mit Flüssigelektrolyt, für unterschiedliche Typen von Festkörperbatterien sowie Brennstoffzellen und für Elektrolyseure. Enge Industriepartnerschaften ermöglichen die schnelle Überführung in marktfähige Produkte – im Sinne einer resilienten, klimafreundlichen Energieversorgung für Deutschland und Europa. (se)

(ID:50783962)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung