Umweltbonus und CO2-Druck machen das E-Auto-Leasing attraktiv. Trotzdem sollten Interessenten nicht einfach zuschlagen, sondern vorher einige Dinge beachten.
Vor allem kleine E-Autos sind aktuell günstig zu leasen.
(Bild: Daimler)
Leasing und Elektroauto – das passt aktuell gut zusammen. Gerade wer den Umstieg auf E-Mobilität erst einmal testen will, sollte die Langzeitmietangebote in Betracht ziehen. Unabhängig davon sind sie häufig aber auch finanziell attraktiv.
Schon ab rund 100 Euro im Monat ist E-Auto-Leasing für Privatkunden möglich. Vor allem Kleinstwagen wie der Smart Fortwo oder der Fiat 500e, aber auch größere Modelle wie der Hyundai Kona oder Peugeot 2008 tauchen aktuell immer wieder zu Kampfpreisen bei den großen Online-Plattformen auf. Und selbst für Kompaktmodelle wie den VW ID 3 finden sich immer wieder Konditionen deutlich unterhalb von 200 Euro. Natürlich meist mit Basis-Ausstattung und kleinster Batterie-Option – doch wer ein paar Euros mehr investiert, bekommt auch besser bestückte Modelle mit größerer Reichweite.
Günstige Raten dank E-Auto-Prämie
Ein wichtiger Grund für die attraktiven Raten ist die E-Auto-Prämie. Die bis zu 6.000 Euro Bundesförderung sowie die 100 Euro extra für das Fahrgeräusch-Modul werden in der Regel mit der Leasing-Sonderzahlung verrechnet, wodurch diese sehr klein wird oder gleich komplett wegfällt. Gerade für Kunden, die hohe Start-Investitionen scheuen, ist das E-Auto-Leasing daher interessant. Allerdings sind beim Leasing einige Voraussetzungen an die Umweltbonus-Berechtigung gekoppelt. Die volle Prämie gibt es erst ab einer Laufzeit von 23 Monaten, bei geringerer Vertragsdauer wird sie nur anteilig ausgezahlt. Darüber hinaus muss die Haltedauer des Fahrzeugs für die volle Förderung mindestens 24 Monate betragen.
Günstig für den Autokäufer ist darüber hinaus, dass die Hersteller unter CO2-Druck stehen. Übersteigt der Durchschnitts-Ausstoß der in Europa verkauften Neuwagen einen individuellen Grenzwert, sind hohe Strafen die Folge. In vielen Fällen ist es für die Unternehmen daher günstiger, Elektroautos mit Verlust in den Markt zu drücken, um die Emissionsstatistik zu verbessern. Ein Marketing-Instrument, das vor allem bei etwas älteren Baureihen zum Einsatz kommt und für die oft verblüffend niedrigen Leasingraten mitverantwortlich ist.
Der Kunde profitiert aber nicht nur von geringeren Raten, sondern von einem prinzipiellen Vorteil des Leasings, der beim Elektroauto besonders ins Gewicht fällt: der Wegfall des Restwertrisikos. Denn wie der Markt für gebrauchte Stromer angesichts der aktuellen oder künftig geltenden Förderprogramme in drei bis vier Jahren aussieht, ist schwer abzuschätzen. Beim Leasing bleibt das Restwert-Risiko vollständig beim Leasinggeber. Zumindest, wenn man sich für das gängige Kilometer-Leasingmodell entscheidet und das riskantere Restwertleasing links liegen lässt. Sollte der Markt für gebrauchte E-Autos also beispielsweise einbrechen, weil die E-Auto-Prämie erneut erhöht wird, kann das dem Kunden egal sein.
Neben dem rein finanziellen Aspekt spielt eine weitere Überlegung eine Rolle, wenn es um die turnusmäßige Rückgabe des Fahrzeugs geht. Denn vor allem die Batterietechnik macht aktuell noch schnelle Fortschritte, so dass heute brandneue Modelle schneller veralten als vom Verbrenner gewohnt. Auch dieses Risiko trägt der Leasing-Kunde nicht.
Eine andere Gefahr wird zumindest beherrschbarer: Nämlich, dass sich ein E-Auto als nicht geeignet für die persönlichen Bedürfnisse herausstellt. Etwa, weil die eigene Ladeinfrastruktur fehlt und das Parken am Straßenrand doch stärker nervt als gedacht. Oder weil geänderte Lebensumstände größere Reichweiten nötig machen. Der finanzielle Verlust dürfte beim Leasing in vielen Fällen geringer ausfallen als bei einem Komplettkauf.
Allerdings gelten auch beim Leasing eines E-Autos die prinzipiellen Nachteile dieser Finanzierungsform. Denn bei der Langzeitmiete wird kein Eigentum erworben. Wer ein gekauftes Auto abbezahlt hat, kann es zu relativ geringen Kosten fahren, bis es auseinanderfällt. Langfristig ist das viel billiger als das Leasing, bei dem das Fahrzeug nach Ablauf des Vertrags an den Leasinggeber zurückgeht. Allerdings enthalten viele Verträge auch eine Klausel, die den anschließenden Kauf des geleasten Autos zu einem vorher festgesetzten Betrag ermöglicht. In einigen Fällen kann das durchaus attraktiv sein.
Ladekabel am besten gleich dazu bestellen
Ein paar für E-Autos spezifische Punkte sollten beim Leasing aber bedacht werden. Bei der Ausstattung beispielsweise empfiehlt es sich unter Umständen, das meist optionale Typ-2-Ladekabel für das Tanken an der Wallbox mit zu bestellen. In der Leasingrate verrechnet sich dieser Posten meist in einem kleinen Aufschlag.
Stand: 08.12.2025
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Beim Kauf werden hingegen sofort einige hundert Euro fällig. Wer im Eigentum wohnt, sollte parallel zum Neuwagen-Leasing über Kauf und Installation einer Wallbox nachdenken. Das wird aktuell vom Staat mit 900 Euro gefördert, so dass im besten Fall keine oder kaum Extrakosten für die heimische Stromtankstelle entstehen.
Wer sein Auto über einen Internetvermittler bei einem weit entfernten Händler least, muss zudem darauf achten, ob die Reichweite des Fahrzeugs die nötige Überführungsfahrt in die heimische Garage hergibt. Gerade Kleinst- und Kleinwagen kommen oft nicht weiter als 200 Kilometer pro Akkufüllung. Da bei ihnen zudem die Schnellladefähigkeit oft eingeschränkt ist, kann die Fahrt nach Hause logistisch schwierig werden. Viele Händler bieten zwar eine Überführung per Hänger an; die kostet dann aber extra.