Keine Entwicklungsperspektiven Stellantis stellt Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie ein

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Weil der Wasserstoffmarkt keine Entwicklungsperspektiven zeigt, hat sich der Automobilkonzern Stellantis dazu entschlossen, die Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie nicht weiter voranzutreiben. Damit endet die Serienproduktion der wasserstoffbetriebenen Pro-One-Transporter.

Stellantis stellt die Entwicklungsbemühungen hinsichtlich Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie ein.(Bild:  Stellantis)
Stellantis stellt die Entwicklungsbemühungen hinsichtlich Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie ein.
(Bild: Stellantis)

Das Thema Wasserstoff und die dazugehörige Infrastruktur entwickeln sich nicht so, wie es sich Autobauer Stellantis (Opel, Crysler, Fiat, Peugeot und mehr) in der Vergangenheit vorgestellt. Deswegen wurde am 16. Juli 2025 die pragmatische Entscheidung bekannt gegeben, dass das Entwicklungsprogramm für Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie eingestellt wird. „Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur, hoher Kapitalanforderungen und der Notwendigkeit stärkerer Kaufanreize für Verbraucher erwartet das Unternehmen nicht, dass sich wasserstoffbetriebene leichte Nutzfahrzeuge vor Ende des Jahrzehnts flächendeckend etablieren“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Einhergehend mit dieser Strategieänderung wird in diesem Jahr auch nicht die Pro-One-Fahrzeugreihe, die mit Wasserstoff betrieben wird, auf den Markt gebracht. Eigentlich hätte die Serienproduktion im Sommer in Hordain (Frankreich) mit mittelgroßen Transportern und in Gliwice (Polen) mit großen Transportern beginnen sollen.

Jean-Philippe Imparato, Chief Operating Officer für Enlarged Europe, erklärt diese Entscheidung aus wirtschaftlicher Sicht: Angesichts dessen, dass der Wasserstoffmarkt vorerst ein Nischenmarkt bleibt, müssen die Entscheider bei Stellantis ihr Urteil zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit fällen.

Es wird im Rahmen der Ankündigung deutlich klargestellt, dass das keine personellen Auswirkungen mit sich bringt. „Diese Entscheidung wird sich nicht auf das Personal an den Produktionsstandorten von Stellantis auswirken. F&E-Aktivitäten im Zusammenhang mit Wasserstofftechnologie werden auf andere Projekte umgeleitet“, heißt es. (sb)

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