Elektromobilität und Software-definiertes Fahren Steigt Tesla bei Nissan ein?

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Nachdem Fusionsgespräche zwischen Nissan und Honda kürzlich gescheitert sind, ist Nissan auf der Suche nach einem neuen Partner, der den angeschlagenen Autobauer unterstützt. Und wirbt dabei kräftig um Tesla, wie die Financial Times unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen berichtete.

Nach der geplatzten Fusion mit Honda, kann sich Nissan gut Tesla als potenziellen Partner vorstellen.(Bild:  Nissan)
Nach der geplatzten Fusion mit Honda, kann sich Nissan gut Tesla als potenziellen Partner vorstellen.
(Bild: Nissan)

Honda und Nissan sind seit einigen Jahren enge Partner und wollten im Rahmen dessen erörtern, ob eine mögliche Fusion erstrebenswert ist. Eine gemeinsame Dachgesellschaft hätte für beide Seiten erhebliche Vorteile versprochen – angefangen von geteilten Entwicklungskosten, die in puncto Elektromobilität und Software-definierten Fahrzeugen enorm steigen über eine effizientere Produktion bis hin zu einer stärkeren Marktposition.

Doch die angedachte Fusion, mit der man auch US-Konkurrent Tesla Paroli bieten wollte, ist geplatzt und nun sucht der schwächelnde Autobauer Nissan einen finanzstarken Partner. Denn das Unternehmen hatte zuletzt mit einem Stellenabbau von 9000 Mitarbeitern von sich reden gemacht. Zudem wurde die Kreditwürdigkeit von Finanzinstituten stark abgewertet.

An dieser Stelle soll Tesla ins Spiel kommen. Wie die Financial Times berichtete, habe wohl eine Gruppe von Nissan-Manager Pläne ausgearbeitet, wie man den kalifornischen Autobauer für eine Beteiligung gewinnen könnte.

Gegen drohende Zölle: Nissan lockt mit US-Werken

Insbesondere seine US-Fabriken will Nissan ins rechte Licht rücken. Denn Trumps angekündigten Zölle in Höhe von 25 Prozent auf den Import von Fahrzeugen in die USA, könnten auch Tesla schaden. Die Kalifornier seien abhängig von globalen Teilen und sollten die Zölle kommen, würden die sich aller Voraussicht nach auf Teslas Geschäft und Rentabilität auswirken. In welchem Maße ist noch unklar. Darüber hinaus dürften sich auch die Abschaffung der Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge in den USA und die Aufhebung der Emissionsziele für Autohersteller nicht unbedingt positiv auf Tesla auswirken.

Die Nissan-Tesla-Taskforce des japanischen Autobauers ist überzeugt davon, dass Tesla in Nissan investieren würde, wenn die Kalifornier im Gegenzug die Nissan-Werke in Nordamerika übernehmen könnten. Denn diese würden dazu beitragen, die inländische Produktion anzukurbeln. „Nissan hat zwei Montagewerke in Tennessee und Mississippi mit einer Gesamtkapazität von etwa 1 Million Fahrzeugen, produzierte dort aber im Jahr 2024 nur 525.000 Einheiten“, hieß es in der Financial Times.

Warum Schnelligkeit eine Rolle spielt?

Bei Nissan wächst die Sorge, dass sich ausländische Investoren einkaufen könnten. So zeigte wohl bereits Foxconn Interesse. Die Taiwanesen hatten sich im Rahmen dessen an Renault gewandt – der französische Autobauer ist Anteilseigner an Nissan.  (se)

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