Bahntechnik Stadler liefert Lokomotiven für Pariser Metro

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Paris Metro Régie autonome des Transports Parisiens hat bei Stadler zwölf auf sie zugeschnittene Lokomotiven für die Instandhaltung des rund 245 Kilometer langen Streckennetzes bestellt. Die neuen Fahrzeuge werden ab 2027 die bestehende Flotte ergänzen. Dank dem batterielektrischen Antrieb sind sie nicht nur klimafreundlich, sondern flexibel einsetzbar.

Stadler wird für die Metro Paris 12 Lokomotiven liefern, die 2027 zum Einsatz kommen sollen. (Bild:  Stadler)
Stadler wird für die Metro Paris 12 Lokomotiven liefern, die 2027 zum Einsatz kommen sollen.
(Bild: Stadler)

Zum ersten Mal wird Stadler an die Paris Metro Régie autonome des Transports Parisiens (RATP) zwölf Lokomotiven liefern. Der mit RATP unterschriebene Rahmenvertrag beinhaltet darüber hinaus eine Option über zwei weitere Fahrzeuge. Die städtische Verkehrsbetreiberin wird damit in Zukunft die Service-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten der Infrastruktur im rund 245 km langen Streckennetz der Pariser Metro durchführen.

Ab 2027 im Einsatz

Die RATP plant ein Projekt, um die Wartung der Metro-Infrastruktur effizienter und industrialisierter umzusetzen. Hierfür kommen die neuen Lokomotiven zum Einsatz. Sie sollen ab 2027 die bestehende Fahrzeuggeneration ergänzen. Die Lokomotiven sind 15 Meter lang, vierachsig, mit vollautomatischen Kupplungen ausgestattet und doppeltraktionsfähig. Sie fahren auf der Normalspur und können dabei enge Kurvenradien bewältigen. Des Weiteren lassen sich mit den neuen Lokomotiven alle 14 Linien der Pariser Metro befahren werden: sowohl die Strecken, auf denen Züge mit konventionellen Stahlrädern verkehren, als auch jene, auf denen Pneu-Metros unterwegs sind.

Batterieelektrischer Antrieb für hohe Sicherheit

Die Lokomotiven der RATP bringen schwere Arbeitszüge zu Baustellen im Schienennetz der Metro und haben eine Zulassung, um sie parallel zum normalen Metroverkehr und auch auf den fahrerlos betriebenen Linien einsetzen zu können. Dabei ziehen sie rund 120 Tonnen Last in Einzel- sowie rund 240 Tonnen Last in Doppeltraktion. Die neuen Lokomotiven sind flexibel einsetzbar sowie wartungs- und umweltfreundlich im Betrieb. Dank der hohen Redundanz gewährleisten sie eine hohe Zuverlässigkeit und somit Sicherheit. Das spielt insbesondere beim Einsatz in Tunneln parallel zum Metro-Verkehr sowie auf Baustellen eine wichtige Rolle. Hier kommt der batterieelektrische Antrieb ins Spiel: Die Fahrzeuge können über den Stromabnehmer oder über die Traktionsbatterien an Bord mit Energie versorgt werden. Im Normalbetrieb liefert die Stromschiene 750 V, in Baustellenbereichen mit ausgeschalteter Stromschiene versorgen die Traktionsbatterien die Lokomotiven mit Energie. Die Batterien werden dann wiederum über die Stromschiene aufgeladen.  (se)

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