Bahntechnik Schienenfahrzeuge: Startschuss für Batteriesystemfertigung in Bayern

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im bayerischen Luhe-Wildenau ist der Startschuss für eine neue Fertigung von Batteriesystemen für Schienenfahrzeuge gefallen. Auf einem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände entsteht eine neue Produktionsstätte, in der zukünftig mit bis zu 200 Mitarbeiter Batteriesysteme für Siemens-Regionalzüge, Lokomotiven und externe Kunden gefertigt werden.

Erfolgreicher Spatenstich: Monika Wildenauer, Prokuristin Dimonda Investment, Daniel Dirnberger, Geschäftsführer, Dimonda Investment, Karl Blaim, Geschäftsführer Siemens Mobility, Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Albert Nickl, Stellv. Landrat Neustadt a.d. Waldnaab; Sebastian Hartl, Bürgermeister Luhe-Wildenau.(Bild:  Siemens Mobility)
Erfolgreicher Spatenstich: Monika Wildenauer, Prokuristin Dimonda Investment, Daniel Dirnberger, Geschäftsführer, Dimonda Investment, Karl Blaim, Geschäftsführer Siemens Mobility, Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Albert Nickl, Stellv. Landrat Neustadt a.d. Waldnaab; Sebastian Hartl, Bürgermeister Luhe-Wildenau.
(Bild: Siemens Mobility)

In die neue Batteriesystemfertigung fließen Investitionen in Höhe von etwa 35 Millionen Euro. Rund 22 Millionen Euro kommen dabei von Siemens Mobility, wovon 2,7 Millionen Euro als Zuschuss aus bayerischen Förderprogrammen stammen. Die Fertigstellung der Produktionsstätte ist für Frühjahr 2027 geplant, die Serienproduktion soll im Oktober 2027 beginnen.

E-Lokomotiven im Fokus

Siemens Mobility ist seit 2017 im Bereich batterieelektrische Regionalzüge tätig. Das Unternehmen will zukünftig auch batterieelektrische Lokomotiven für den Güterverkehr bauen. Grundlage hierfür ist die Schlüsseltechnologie Batteriesystem, die deutlich hohe Anforderungen an Robustheit und Langlebigkeit erfüllen muss als vergleichbare Lösungen im Automotive-Bereich. Typische Kapazitäten liegen bei rund 500 kWh für Regionalzüge und bis zu 2.000 kWh für Lokomotiven.

In Luhe-Wildenau entstehen in Zukunft komplette Batteriesysteme einschließlich eines neuen Batterie-Management-Systems (BMS), das Siemens Mobility gemeinsam mit der Münchener Firma Stercom entwickelt. Das BMS überwacht und steuert die Batterie, sorgt für einen sicheren Betrieb und maximiert Effizienz sowie Lebensdauer. Die Batteriezellen stammen von externen Herstellern wie Toshiba, die Systemintegration erfolgt bei Siemens Mobility.

Bis zu 120 MWh Batteriekapazität pro Jahr

Bereits heute findet in Luhe-Wildenau die Vormontage von Batteriesystemen statt. Darauf setzt Siemens Mobility nun mit der neuen Systemfertigung auf. In Zukunft lassen sich hier im Dreischichtbetrieb bis zu 120 MWh Batteriekapazität pro Jahr produzieren.

Dafür investiert Siemens Mobility rund 22 Millionen Euro in die Entwicklung einer modularen Batteriefamilie und des BMS. Ein weiterer Teil der Investition fließt in Fertigungs- und Automatisierungstechnologie, darunter moderne Schweißverfahren. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit 2,7 Millionen Euro aus Landesförderprogrammen. Der Standort wurde in Zusammenarbeit mit dem regionalen Projektentwickler und Bauträger Dirnberger Real Estate sowie Dimonda Projektbau entwickelt. Die Unternehmen fungieren als Investoren und Vermieter des Standorts und übernehmen Steuerung und Realisierung des Projekts. (se)

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