AVAS-Technologie Sprachsynthese-ICs für die Anwendung in AVAS entwickelt

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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In Zeiten leiser Elektromobilität bedarf es Regulierungen und Systeme, um Verkehrsteilnehmer auf die Anwesenheit von E-Fahrzeugen aufmerksam zu machen. AVAS,  Acoustic Vehicle Alerting System, verfolgt ein solches Warn-Prinzip. Lapis Technologys stellt Sprachsynthese-ICs für den AVAS-Einsatz vor.

AVAS dient dazu, Verkehrsteilnehmer mittels Warnsignalen auf ein E-Fahrzeug in der Nähe hinzuweisen.(Bild:  Rohm)
AVAS dient dazu, Verkehrsteilnehmer mittels Warnsignalen auf ein E-Fahrzeug in der Nähe hinzuweisen.
(Bild: Rohm)

AVAS, Acoustic Vehicle Alerting System, ist im Straßenverkehr dafür gedacht, Verkehrsteilnehmer darauf hinzuweisen, dass sich ein E-Fahrzeug in der Nähe befindet. Denn Elektroautos sind, wie weithin bekannt ist, wesentlich leiser im Betrieb als ein Benziner oder ein Diesel-Fahrzeug. Das kommt unter anderem dann zum Tragen, wenn sich das Vehikel langsam bewegt.

In verschiedenen Ländern beschlossene Vorschriften für AVAS sollen dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern, indem das System ein künstliches Geräusch erzeugt, wenn das Fahrzeug in niedrigen Geschwindigkeiten oder im Stand betrieben wird.

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„Wenn jedoch ein Warnsignal mit einem MCU erzeugt wird, müssen Tonhöhe und Lautstärke reibungslos gesteuert und an die Fahrzeuggeometrie angepasst werden. Dies erhöht die Belastung bei der Entwicklung von MCU-Software und erfordert eine Überprüfung mit anderen Softwareprozessen innerhalb des MCUs“, heißt es vonseiten Lapis Technology, einem Unternehmen der Rohm-Gruppe.

Deswegen haben sich die Verantwortlichen von Lapis dazu entschlossen, die AVAS-Entwicklung zu erleichtern, indem sie Sprachsynthese-ICs entwickeln. Das Ziel: die Realisierung eines hochwertigen Sounds mithilfe einer hardwarebasierten Konfiguration.

Hardware-Lösung gegen zeitintensive Software-Validierung

„Der ML22120TB und der ML22120GP integrieren Hardwarefunktionen wie einen Warnsignalgenerator, Fader und Equalizer. Im Gegensatz zu auf MCU basierenden Designs entfällt bei der Hardwarekonfiguration die Notwendigkeit einer Softwarevalidierung, was die Entwicklungszeit erheblich verkürzt. Gleichzeitig ermöglicht dedizierte GUI-Software die einfache Einhaltung der für AVAS erforderlichen Lautstärke- und Frequenzeigenschaften nach Vorschrift“, versprechen die Entwickler von Lapis.

Die ICs lassen sich ebenfalls für Klänge einsetzen wie den Abschluss des Ladevorgangs, die Öffnung und Schließung von Türen sowie wie bereits angedeutet für Warngeräusche außerhalb des Fahrzeugs.

Der Vorteil liegt laut Lapis ebenfalls darin, dass die einfachen Befehle, mit denen das System der neuen ICs gesteuert werden kann, ein Warnsignal in weniger als einem Zehntel der Zeit starten, die konventionelle MCU-generierte Systeme benötigen. Zudem erkennt eine eingebaute Funktion fehlerhafte Kommunikation mit dem Hauptcontroller sowie fehlerhafte Oszillationen durch externe Komponenten.

Die ICs bieten eine Tonhöhensteuerung (vier unabhängige Kanäle), Lautstärkeregelung (vier unabhängige Kanäle). Frequenzanpassungen mithilfe eines 5-Band-Equalizers erleichtern die Anpassung des Warnklangs bei der Annäherung des Fahrzeugs, ohne die Klangquelle zu ändern. Datenblätter sowie Spezifikationen für die ML22120-Serie finden Sie auf der Webseite von Rohm.

Zu den ICs werden obendrein ein Referenzboard und ein Sound Device Control Kit SDCK3 angeboten. Über die Software lassen sich unter anderem Klangdaten in den Sprachsynthese-LSI erstellen und schreiben sowie zur Probe abspielen. Alle Informationen zu den gebotenen Features von Soft- und Hardware finden Sie ebenfalls im Detail bei Rohm.  (sb)

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