Strategie Skoda verlässt den chinesischen Markt

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Skoda zieht sich aus China zurück und konzentriert sich auf andere Märkte. Ein Grund ist der stark rückläufige Absatz im vergangenen Jahr.

Skoda verlässt den chinesischen Markt.(Bild:  Skoda)
Skoda verlässt den chinesischen Markt.
(Bild: Skoda)

Der tschechische Autohersteller Skoda zieht sich bis Mitte 2026 vom chinesischen Markt zurück. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Als Begründung nennt der Autohersteller laut der Agentur „Schwierigkeiten, mit dem rasanten Wandel der Region hin zu Elektrofahrzeugen Schritt zu halten“.

China war über Jahre hinweg Skodas größter Markt. Zwischen den Jahren 2016 und 2018 lieferte die Marke über 300.000 Fahrzeuge aus. China war in dieser Phase laut der News-Seite Car News China Skodas größter Einzelmarkt weltweit. Das Händlernetz umfasste demnach über 500 Niederlassungen. Die Produktpalette enthielt beliebte Limousinen und SUVs, etwa Octavia, Superb und Kodiaq. Im vergangenen Jahr brachen die Verkäufe aber auf nur noch 15.000 Autos ein.

Die News-Seite berichtet, dass der Rückgang den Marktanteil auf unter 0,1 Prozent drückte – was eine erheblichen Verkleinerung der Vertriebskanäle nach sich zog. Viele verbliebene Händler wurden laut Car News China als „Shop-in-Shop“-Konzepte in Autohäuser von SAIC Volkswagen integriert. Das schränkte jedoch die eigenständige Leistungsfähigkeit der Marke erheblich ein.

Skoda fokussiert auf Indien und Südostasien

„Das Unternehmen wird die Skoda-Modelle auf dem chinesischen Markt in Zusammenarbeit mit einem regionalen Partner bis Mitte 2026 weiter verkaufen“, zitiert Reuters eine Erklärung des Unternehmens. Skoda will künftig laut Unternehmensangaben stärker in Indien und Südostasien aktiv sein. Dort war das Unternehmen bis 2025 gewachsen. Kundendienst für seine Fahrzeuge will Skoda weiterhin in China anbieten.

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