Bahntechnik Schmalspur-Batterietriebzug von Stadler rollt ab Ende 2026 in Italien über die Schienen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Stadler und die süditalienische Bahngesellschaft Ferrovie Appulo Lucane haben auf der Expo Ferroviaria in Mailand einen Schmalspur-Batterietriebzug präsentiert. Die neuen Züge sollen insgesamt über 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zur gleichen Anzahl mit Diesel betriebenen Zügen einsparen.

Maurizio Oberti, Leiter Verkauf Italien Stadler, Ansgar Brockmeyer, Leiter Marketing & Verkauf und Stellvertretender Group CEO Stadler, Stefano di Bello, Generaldirektor Ferrovie Appulo Lucane und Vittorio Zizza, Verwaltungsratspräsident Ferrovie Appulo Lucane bei der Vorstellung auf der Expo Ferroviaria in Mailand (vlnr).(Bild:  Stadler Rail)
Maurizio Oberti, Leiter Verkauf Italien Stadler, Ansgar Brockmeyer, Leiter Marketing & Verkauf und Stellvertretender Group CEO Stadler, Stefano di Bello, Generaldirektor Ferrovie Appulo Lucane und Vittorio Zizza, Verwaltungsratspräsident Ferrovie Appulo Lucane bei der Vorstellung auf der Expo Ferroviaria in Mailand (vlnr).
(Bild: Stadler Rail)

Die neuen Züge werden am Stadler Hauptsitz in Bussnang hergestellt und erweitern zukünftig die bestehende Zugflotte der Bahngesellschaft Ferrovie Appulo Lucane (FAL). Der erste Zug wurde am 01. Oktober 2025 auf der internationalen Eisenbahnmesse Expo Ferroviaria in Mailand vorgestellt.

Der Vertrag über die Herstellung und die Lieferung von insgesamt sieben batteriebetriebenen Schmalspurtriebzügen wurde zwischen 2023 und 2024 von FAL und Stadler unterzeichnet. Das Projekt startete mit der Anfrage der Region Basilikata und der Gemeinde Matera, neue umweltfreundliche Züge in Basilikata einzuführen, die bis Ende 2026 auf der Strecke Altamura – Matera in Betrieb genommen werden sollen.Vor ihrer Inbetriebnahme werden die neuen Batterietriebzüge strengen Tests unterzogen – vorgesehen von den Richtlinien der italienischen Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen, Straßen und Autobahnen (ANSFISA).

Nachhaltigkeit im Fokus

Im Vergleich zum Einsatz einer gleichwertigen Anzahl an Dieselzügen sparen die sieben neuen Batteriezüge insgesamt über 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Zum Vergleich der Größenordnung: Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 650 Flügen von Zürich nach Thailand. „Es handelt sich um den ersten batteriebetriebenen Schmalspurtriebzug für Italien und Europa. Ein hundertprozentig umweltfreundliches Fahrzeug, das die Zukunft der nachhaltigen Mobilität in der Region Basilikata verändern wird“, ist Maurizio Oberti, Verkaufsleiter für den italienischen Markt bei Stadler überzeugt.

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich komplett durch den neuen Zug – nicht nur beim Batterieantrieb. Auch das LED-Innenbeleuchtungssystem oder die Sitzbezüge aus recycelten Materialien und der Bereich für E-Bikes spiegeln das wider.

Die neuen Züge verfügen über einen leistungsstarken batteriebetriebenen Antrieb, der über dem Motorwagen eingebaut ist, um eine gute Bodenhaftung und bestmögliche Traktion unter allen Wetter- und Betriebsbedingungen zu gewährleisten. Darüber hinaus verspricht der Hersteller, dass die Batterien über „eine große Kapazität, kurze Ladezeiten und eine hohe Betriebsautonomie“ verfügen, leider ohne entsprechende Werte anzugeben, die diese Aussagen belegen.

Komfort

Mit den neuen Zügen profitieren die Fahrgäste darüber hinaus von einer komfortablen, funktionalen und hellen Ausstattung sowie von großen Panoramafenstern. Der niederflurige Zug ermöglicht auch Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität einen bequemen Einstieg. (se)

(ID:50582039)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung