Alternative Antriebe Scandlines nimmt elektrische Fähre in Betrieb

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

Scandlines verbindet Dänemark und Deutschland jetzt auch batterieelektrisch. „The Baltic Whale“ transportiert Fracht im Linienbetrieb zwischen Rodby und Puttgarden.

Scandlines hat die batterieelektrische Fähre „The Baltic Whale“ in Betrieb genommen.(Bild:  Scandlines)
Scandlines hat die batterieelektrische Fähre „The Baltic Whale“ in Betrieb genommen.
(Bild: Scandlines)

Die Reederei Scandlines hat eine batterieelektrische Fähre in Betrieb genommen. „The Baltic Whale“ verkehrt auf der Route zwischen dem dänischen Rødby und Puttgarden in Deutschland. Rund 45 Minuten benötigt die Fähre für die 18,5 Kilometer lange Überfahrt. Das Schiff zählt zu den größten Fähren weltweit, die ausschließlich mit Ladestrom von Land betrieben werden können.

Die Fähre ist als Frachtfähre konzipiert. An Bord ist Platz für 66 Lkw, verteilt auf zwei Decks. Außerdem kann Gefahrgut geladen werden, etwa Industrieprodukte, Batterien, Kosmetik und Autoteile. Logistisch heißt das: Scandlines kann mehr Fracht auf diese Fähre verlagern – und auf anderen Fähren Kapazitäten für Pkw und Passagiere schaffen. Auf der Baltic Whale ist Platz für 140 Passagiere.

12 bis 18 Minuten Ladedauer

Die Ladezeit im Hafen beziffert Scandlines auf 12 bis 18 Minuten für eine Überfahrt. Eine intelligente Ladestation beginnt den Ladevorgang unabhängig von Wasserständen und Bewegungen in weniger als 15 Sekunden nach dem Anlegen automatisch. Die Akkus an Bord speichern zehn Megawattstunden. Die Fähre kann maximal 16 Knoten schnell fahren, knapp 30 Kilometer pro Stunde. Neben dem batterieelektrischen Antrieb kann die Fähre hybrid dieselelektrisch fahren.

„Die Indienststellung der „The Baltic Whale“ auf dem Fehmarnbelt ist ein Meilenstein für Scandlines – ein Tag, auf den wir viele Jahre gewartet haben. Bereits 2018 hatten wir die Idee zu einer batteriebetriebenen Fähre, und nun ist es so weit. Das ist ein großer Erfolg und etwas, worauf wir uns sehr gefreut haben“, sagt Michael Guldmann Petersen, Geschäftsführer von Scandlines.

Mehr Kapazität für Gefahrgut

Die Fähre ist 147,4 Meter lang, 25,4 Meter breit und hat 5,30 Meter Tiefgang. Scandlines hat 84 Millionen Euro in das Projekt investiert. Mit der neuen Fähre steigert Scandlines nach eigenen Angaben die Transportkapazität für Frachteinheiten auf der Route Rødby–Puttgarden um 27 Prozent. Vor allem Gefahrgut kann demnach künftig auf mehr täglichen Abfahrten transportiert werden. Benannt ist „The Baltic Whale“ nach dem in der Ostsee lebenden Schweinswal.

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