OLED im Fahrzeug Samsung dominiert den Markt für Fahrzeugdisplays

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Samsung Display hat sich sowohl nach Stückzahlen als auch nach Umsatz als führender Anbieter von Fahrzeugdisplays etabliert. OLED-Displays spielen eine wichtige Rolle. Samsung setzt dabei auf Glassubstrate.

Samsung dominiert den Markt für Fahrzeugdisplays. Dabei spielt die OLED-Technik eine immer wichitgere Rolle.(Bild:  Samsung Display)
Samsung dominiert den Markt für Fahrzeugdisplays. Dabei spielt die OLED-Technik eine immer wichitgere Rolle.
(Bild: Samsung Display)

Samsung Display hat sich nach den aktuellen Zahlen der Analysten von Omdia in den Jahren 2023 und 2024 sowohl nach Stückzahlen als auch nach Umsatz als führender Anbieter von Fahrzeugdisplays etabliert. Im Jahr 2024 verkaufte das Unternehmen rund 1,64 Mio. Einheiten – deutlich mehr als der Wettbewerb: BOE folgt mit 620.000 Einheiten, LG Display mit 400.000 Einheiten.

Auch beim Umsatz liegt Samsung vorn: Mit 492 Mio. US-Dollar aus dem Automotive-Geschäft führt der Hersteller vor LG Display (187 Mio. USD) und BOE (176 Mio. USD). Trotz höherer Stückzahlen bleibt BOE aufgrund geringerer Stückpreise hinter LG zurück.

Samsung setzt auf OLED

Ein zentraler Faktor für den Erfolg von Samsung ist der Einsatz von OLED-Technik (Organic Light Emitting Diode) in Form sogenannter starrer OLEDs, bei denen die organischen Schichten auf einem Glassubstrat abgeschieden werden. Diese Technologie kommt ohne Hintergrundbeleuchtung aus, da jedes Pixel selbstleuchtend ist. Das ermöglicht besonders hohe Kontraste, tiefe Schwarztöne, schnelle Reaktionszeiten und dünnere Bauformen – alles Eigenschaften, die im Fahrzeuginterieur der nächsten Generation stark gefragt sind, etwa für gebogene Armaturendisplays oder hochauflösende zentrale Anzeigeeinheiten. Auch der Stromverbrauch kann bei dunklen Darstellungen reduziert werden, was in energieoptimierten Fahrzeugsystemen ein Vorteil ist.

Im Gegensatz dazu setzt LG Display bei seinen OLEDs auf flexibles Polyimid als Trägersubstrat und verwendet zusätzlich eine Tandemstruktur mit zwei Emissionslagen. Diese verbessert zwar Helligkeit und Lebensdauer, verursacht aber höhere Material- und Fertigungskosten. LG fokussiert sich zudem auf LTPS-LCDs (Low-Temperature Polycrystalline Silicon) im Hochleistungssegment.

Kunden sind BMW oder chinesische Autobauer

Samsung beliefert sowohl BMW als auch chinesische Hersteller wie Li Auto, die OLED vermehrt im Serienfahrzeug einsetzen. LG Display bleibt stark im Premiumsegment und führt, unter Berücksichtigung aller Technologien, mit einem Gesamtumsatz von 1,584 Mrd. US-Dollar und 17,98 Mio. ausgelieferten Einheiten. Die Entwicklung zeigt: OLED-Displays setzen sich zunehmend auch im Auto in höheren Stückzahlen durch, mit Samsung als Taktgeber für kosteneffiziente, serienreife Lösungen. (heh)

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