Luft- und Raumfahrt Rolls-Royce: 64 Millionen Euro zur Weiterentwicklung des UltraFan-30-Demonstrators

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Rolls-Royce hat von der öffentlich-privaten EU-Partnerschaft „Gemeinsame Unternehmen für saubere Luftfahrt“ Fördermittel in Höhe von 64 Millionen Euro erhalten. Diese sollen dazu beitragen, das Forschungsprojekt UNIFIED, kurz für „Ultra Novel and Innovative Fully Integrated Engine Demonstrations“ zu leiten, das die Entwicklung und die geplanten Bodentests des UltraFan-30-Demonstrators unterstützt.

Rolls-Royce hat von der öffentlich-privaten EU-Partnerschaft „Gemeinsame Unternehmen für saubere Luftfahrt“ Fördermittel in Höhe von 64 Millionen Euro erhalten.(Bild:  Rolls-Royce)
Rolls-Royce hat von der öffentlich-privaten EU-Partnerschaft „Gemeinsame Unternehmen für saubere Luftfahrt“ Fördermittel in Höhe von 64 Millionen Euro erhalten.
(Bild: Rolls-Royce)

Das Projekt konzentriert sich auf die Weiterentwicklung und den Fortschritt von Antriebstechnologien für zukünftige Anwendungen in Schmalrumpfflugzeugen (Narrow Body), unterstützt die für 2028 geplanten Bodentests des UltraFan-30-Demonstrators und trägt dazu bei, einen glaubwürdigen Weg für zukünftige Flugtests zu ebnen. 

Unter der Leitung von Rolls-Royce vereint das UNIFIED-Konsortium Partner aus Industrie, Wissenschaft und Forschung aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Großbritannien.  Dazu zählen Airbus, ITP Aero, Lufthansa Technik, TU Darmstadt, Imperial College London, DLR, NLR, ONERA, INSA Lyon und Aerospace Transmissions Technologies.

Die Finanzierung ist Teil der Ausschreibung „Clean Aviation 3“ der Europäischen Union, in deren Rahmen insgesamt rund 945 Millionen Euro in ausgewählte Projekte investiert werden, um die Entwicklung nachhaltiger Luftfahrttechnologien zu forcieren.

Bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff

Der UltraFan-30-Demonstrator soll bis 2028 für Bodentests vorbereitet werden. Das Triebwerk der 30.000-Pfund-Schubklasse soll bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als aktuelle Modelle, so das Konsortium. Darüber hinaus plant man eine hundertprozentige Kompatibilität mit nachhaltigem Flugkraftstoff.

Rolls-Roye ist 2012 aus dem Bereich Schmalrumpfflugzeug ausgestiegen und hatte Pratt & Whitney seine diesbezüglichen Anteile an International Aero Engines verkauft. Nun ist das wohl ein Rücktritt vom Rücktritt. Sicherlich auch in Hinblick darauf, dass Airbus derzeit an einem A320neo-Nachfolger tüftelt und verschiedene Optionen prüft. Das neue Airbus-Modell solle in der zweiten Hälfte der 2030er Jahre serienreif und vor allem anders als die aktuelle Generation sein und um 25 bis 30 Prozent Treibstoff sparen, wie es seitens des Flugzeugbauers hieß. Mit einem erfolgreichen Bodentest 2028 brächte Rolls-Royce einen entsprechenden Technologiedemonstrator zur richtigen Zeit ins Spiel. (se)

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