Elektromobilität Rollender Prüfstand: BMW Vision Driving Experience demonstriert neues Steuergerät Heart of Joy

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Mit dem Hochleistungs-Testfahrzeug Vision Driving Experience zeigt BMW einen rollenden Prüfstand für die für die Neue Klasse entwickelte Antriebs- und Fahrdynamikregelung. Das Steuergerät Heart of Joy für Antrieb, Bremsen, Laden, Rekuperation und Teilfunktionen der Lenkung verarbeitet Informationen zehnmal schneller als bisherige Systeme und wird in Serie gehen.

Das Visionsfahrzeug BMW Vision Driving Experience, das bewusst keinen Serienbezug hat, fungiert als rollender Prüfstand für die neu entwickelte Antriebs- und Fahrdynamikregelung Heart of Joy.(Bild:  BMW Group)
Das Visionsfahrzeug BMW Vision Driving Experience, das bewusst keinen Serienbezug hat, fungiert als rollender Prüfstand für die neu entwickelte Antriebs- und Fahrdynamikregelung Heart of Joy.
(Bild: BMW Group)

Im Zusammenspiel mit der Software BMW Dynamic Performance Control berechnet das Steuergerät alle Funktionen zur Fahrdynamik schnell und präzise. Das inhouse entwickelte Steuergerät wurde im Konzeptfahrzeug BMW Vision Driving Experience verbaut und geprüft. Das Visionsfahrzeug entwickelt 18.000 Nm Drehmoment. Der Gedanke dahinter: Wenn das Steuerungssystem dieses Drehmoment beherrschen kann, meistert es auch sämtliche Anforderungen im Straßenalltag.

Kombination von Antriebs- und Fahrdynamikfunktionen

Durch Rekuperation gehen Antriebs- und Bremsfunktion bei elektrischen Fahrzeugen eine Symbiose ein. In der Elektronik-Architektur der Neuen Klasse ist Heart of Joy eines von vier zentralen Steuergeräten und kombiniert Antriebs- und Fahrdynamikfunktionen. Diese Steuerungsfunktionen hat der Autobauer zum Patent angemeldet. Die Einheit steuert das Beschleunigen und Bremsen, die Fahrzeugstabilisierung sowie fahrdynamische Lenkungsfunktionen und das Lademanagement. Die zentrale Recheneinheit und die Software BMW Dynamic Performance Control ermöglichen eine direkte Ansprache aller verbundenen Aktuatoren mit minimalen Verzögerungen. Diese Latenzen liegen im Millisekundenbereich.

Mehr Komfort durch konsistentes Kurvenverhalten

In dynamischen Fahrsituationen sorgt die neue Steuerungseinheit für ein nach eigenen Aussagen „souveränes Kurvenverhalten“. Das Fahrzeug generiert „imponierende Traktion und lässt sich mit höchster Zielgenauigkeit durch die Kurve fahren“. Die erforderlichen Regeleingriffe werden weniger, die Fahrspur präziser und stabiler. Dadurch entwickeln die Fahrzeuge ein konsistentes, reproduzierbares Kurvenverhalten und lassen sich intuitiver steuern. Bei niedrigen Geschwindigkeiten wie Stopp-and-Go im Stau oder Parken sorgen direkte Signalübertragungen und schnelle Informationsverarbeitung für ein ansprechendes Fahrerlebnis. Anhalten und Wiederanfahren in den Fahrmodi D oder B, bei Nutzung der Active Cruise Control oder Parkbremse sowie Parksperre gehen nahtlos ineinander über.

Effizienzsteigerung

Weiterer Vorteil: Dank integrierter Steuerung von Antrieb, Bremse und Rekuperation ist eine nachhaltigere Nutzung der Energie möglich. 98 Prozent der Fahrer benötigen keine Eingriffe der klassischen Bremse – die Bremsleistung der Rekuperationsbremse reicht für normales, alltägliches Fahren aus. Nur bei starken Bremsvorgängen wie Gefahrenbremsungen ist die Reibbremse notwendig. Insgesamt führt das System nach Herstelleraussagen zu einer Effizienzsteigerung von bis zu 25 Prozent.

Das Testfahrzeug BMW Vision Driving Experience demonstriert die Funktionsweise des Heart of Joy anhand von leuchtenden Farbcodes auf den Felgen: Beschleunigen (grün), Rekuperieren (blau), Bremsen mit der Reibbremse (Orange).(Bild:  BMW Group)
Das Testfahrzeug BMW Vision Driving Experience demonstriert die Funktionsweise des Heart of Joy anhand von leuchtenden Farbcodes auf den Felgen: Beschleunigen (grün), Rekuperieren (blau), Bremsen mit der Reibbremse (Orange).
(Bild: BMW Group)

Eigenentwicklung für Neue Klasse

BMW setzt auf Hochleistungsrechner, die intelligent bündeln, was bisher getrennt voneinander lief. Heart of Joy wurde zu 100 Prozent selbst entwickelt. Damit werden vier wichtige Steuergeräte in einem einzigen Hochleistungsrechner kombiniert. Weitere Steuergeräte sind u.a. für das automatisierte und hochautomatisierte Fahren, für Infotainment und für Basisfunktionen wie Klima & Komfort, Fahrzeugzugang, Innen- und Außenbeleuchtung zuständig. (se)

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