Projekt U-Shift
Realitäts-Check für People Mover

Von Hartmut Hammer 5 min Lesedauer

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Das Institut für Fahrzeugkonzepte des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) hat auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim sein Konzeptfahrzeug U-Shift getestet. Der sechsmonatige Feldversuch des People und Cargo Movers erbrachte vielfältige Erkenntnisse zu Fahrzeug und Kundenerwartungen.

Die U-Shift-Konzeptflotte mit Personenkapseln und Cargokapsel (rechts) auf der Bundesgartenschau in Mannheim. (Bild:  DLR)
Die U-Shift-Konzeptflotte mit Personenkapseln und Cargokapsel (rechts) auf der Bundesgartenschau in Mannheim.
(Bild: DLR)

Das Konzeptfahrzeug U-Shift besteht aus einem elektrisch angetriebenen Driveboard in U-Form, das in seinem Mittelbereich wahlweise Kapseln für den Personen- oder Gütertransport mitführt (Grundlegende Fahrzeugdaten siehe Infokasten). Die Kapseln werden – ähnlich wie Lkw-Wechselbrücken – vom Driveboard automatisch aufgenommen oder wieder abgestellt, somit ist kein ortsfestes Terminal erforderlich.

Das DLR-Konzeptfahrzeug fuhr mit der Personenkapsel von April bis Oktober 2023 im automatisierten Modus etwa 2.800 Kilometer über das BUGA-Gelände und hat dabei etwa 10.000 Personen transportiert. Ein zweiter U-Shift-Prototyp stand mit den Personen- und Güterkapseln als Anschauungsobjekt zur Verfügung. „Unser Team hat mit insgesamt etwa 85.000 BUGA-Besuchern, sowie mit vielen Vertretern von Kommunen und Unternehmen Gespräche zum Fahrzeugkonzept und seinen Einsatzmöglichkeiten geführt“, erläutert U-Shift-Projektleiter Dr. Marco Münster. „So erhielten wir wertvolle Rückmeldungen zum Fahrzeugkonzept und Ideen für künftige Geschäftsmodelle und Einsatzszenarien.“