Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren Radar-Transceiver: Sichere Umfelderkennung in komplexen Fahrsituationen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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NXP Semiconductors hat mit seinem neuen Radar-Transceiver TEF8388 auf RFCMOS-Basis ein Bauteil mit acht Sende- und acht Empfangskanälen vorgestellt. Die Komponente wurde entwickelt, um das Potenzial von Imaging-Radar für ADAS- und automatisierte Fahrsysteme von Level 2+ bis Level 4 zu erschließen.

Der neue Radar-Transceiver TEF8388 von NXP kommt beispielsweise in Hella Forvias zukünftigen Radar-Sensorsystemen zum Einsatz.(Bild:  NXP)
Der neue Radar-Transceiver TEF8388 von NXP kommt beispielsweise in Hella Forvias zukünftigen Radar-Sensorsystemen zum Einsatz.
(Bild: NXP)

Mit dem neuen Transceiver will NXP den wachsenden Bedarf der Automobilbranche an sicherer Umfelderkennung in zunehmend komplexen Fahrsituationen adressieren. Zusammen mit Radar-Prozessor-Lösungen des Halbleiterherstellers entsteht eine skalierbare Imaging-Radar-Lösung.

Hohe RF-Leistung bei gleichzeitig hohe Energieeffizienz

Die Automatisierung des Fahrens bleibt für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer weltweit eine zentrale Priorität. Mit steigenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Radarsystemen steht die Branche vor einer Herausforderung, die über die reine Technik hinausgeht, denn sie betrifft das gesamte Systemdesign. In der Regel bedeuten mehr Kanäle eine höhere Leistungsaufnahme, höhere Kosten und einen größeren Integrationsaufwand. Dadurch wird die Einführung neuer Radarsysteme verzögert. Mit dem TEF8388 will NXP diesen Zielkonflikt lösen: Der Radar-Transceiver kombiniert hohe RF-Leistung mit hoher Energieeffizienz und optimierten Systemkosten. Damit wird Imaging-Radar zu einer praktischen und nachhaltigen Lösung für zukünftige ADAS-Systeme.

So setzt zum Beispiel Zulieferer Forvia Hella die Radar-Transceiver-Technologie in seinen zukünftigen Radar-Sensorsystemen ein. Das erste Programm für ein hochleistungsfähiges Imaging-Radar eines großen Automobilherstellers, das auf dem TEF8388 und dem S32R47 basiert, soll Mitte 2028 in die Serienproduktion gehen.

Skalierbares Portfolio für diverse Radarkonfigurationen

Der neue Radar-Transceiver integriert acht Sende- und acht Empfangskanäle auf einem monolithischen RFCMOS-Chip. Dadurch erreicht er eine hohe RF-Leistung bei einem Energieverbrauch, der mit heutigen, deutlich weniger integrierten Bausteinen mit drei Sende- und vier Empfangskanälen vergleichbar ist. Eine sorgfältig entwickelte Architektur, eine optimierte Pin-Belegung sowie eine strategische Platzierung der Launcher verbessern die Kanaltrennung und Signalqualität und reduzieren gleichzeitig die Gesamtstückliste des Systems.

Der Transceiver ist so ausgelegt, dass er mit den Radar- Prozessor- Lösungen des Halbleiterherstellers zusammenarbeitet. Dadurch entsteht ein skalierbares Portfolio, das diverse Radarkonfigurationen unterstützt und das von 8T8R bis hin zu 32T32R. Dieser Systemansatz ermöglicht es, die Radarleistung an regionale Vorschriften und unterschiedliche Fahrzeugsegmente anzupassen. Das Portfolio reicht vom RF-Transceiver und Prozessoren über In-Vehicle-Networking wie CAN und Ethernet bis hin zum Energiemanagement. Dadurch werden Entwicklungsprozesse vereinfacht und die Markteinführung von Fahrerassistenzsystemen der nächsten Generation beschleunigt. (se)

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