Ladeinfrastruktur Proviridis und Kempower arbeiten an unterirdischer Lkw-Ladeinfrastruktur

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Proviridis hat eine unterirdische Lösung für die Konfiguration der Gleichstrom-Schnellladegeräte des finnischen Herstellers Kempower entwickelt. Das bedeutet, dass sich der Platz für Ladegeräte sparen und der entsprechende Parkraum beibehalten lässt. Insbesondere der letzte Punkt stellt ein erhebliches Problem für die Betreiber von Flotten und Lkw-Ladestationen bei der Elektrifizierung ihrer Standorte dar.

Proviridis hat eine unterirdische Lösung für die Konfiguration der Gleichstrom-Schnellladegeräte des finnischen Herstellers Kempower entwickelt. (Bild:  Proviridis)
Proviridis hat eine unterirdische Lösung für die Konfiguration der Gleichstrom-Schnellladegeräte des finnischen Herstellers Kempower entwickelt.
(Bild: Proviridis)

Der Platz ist eine der größten Herausforderungen für den Logistikmarkt. Aus diesem Grund erprobte Proviridis eine unterirdische Installation der Kempower-Steuereinheit, die mit einer nahe gelegenen, oberirdisch installierten 600-kW-Stromversorgungseinheit verbunden ist und von dieser mit Strom versorgt wird. Die Erprobung ist das erste Beispiel für eine unterirdische Lösung, um das Problem des Platzmangels an Lkw-Ladestationen zu lösen. Die Neuentwicklung ist nach Herstelleraussagen eine kostengünstige Alternative zur Beschaffung und Installation der Überkopfportallösung, die derzeit in vielen Logistikdepots zum Einsatz kommt.

Schutz vor Vandalismus

Die unterirdische Positionierung der Hardware punktet darüber hinaus mit dem Schutz vor Beschädigungen. Das verteilte Design der Ladeinfrastruktur ermöglicht die dynamische Zuweisung des verfügbaren Stroms von der Power Unit an bis zu acht Ladegeräte. Die Technologie ist sowohl mit dem oberirdischen Kempower-Satellitenladegerät als auch mit der Steuereinheit im Dock kompatibel, so dass die Ladegerätekonfiguration flexibel gestaltet werden kann, um den unterschiedlichen Designs und spezifischen Anforderungen der verschiedenen Standorte gerecht zu werden. Auf der Grundlage der Pilotimplementierung werden bereits maßgeschneiderte Konfigurationen für Kunden entwickelt, die das System zukünftig einsetzen wollen.

Vorteile der neuen Lösung

Die Kempower-Steuereinheit ist nach Herstelleraussagen über ein breites Spektrum von Temperaturen und Bedingungen hinweg haltbar, benötigt nur eine minimale Belüftung und kann verschiedenen Kundenanforderungen gerecht werden. Die Anpassungsfähigkeit der Infrastruktur bedeutet, dass sie auch eine Lösung für E-Bus-Depots sein könnte, die bei der Installation von Ladelösungen dieselben Platzbeschränkungen zu berücksichtigen haben.

Während oberirdische Ladevorrichtungen dazu führen können, dass bis zu 20 Prozent der vorhandenen Nutzfahrzeug-Parkkapazität verloren gehen, hat Kempower bereits Anerkennung für die effiziente Größe seiner oberirdischen Satelliten gewonnen. Die neu patentierte Lösung von Proviridis für die Installation der Kempower-Steuereinheit hat das Potenzial, die Investitionsrendite und die Konsistenz der Rentabilitätsprognosen noch weiter zu erhöhen, indem sichergestellt wird, dass Fahrzeuge nicht aufgrund von Platzmangel geopfert werden müssen.

Die Neuentwicklung wird derzeit an der V-GAS-Tankstelle von Proviridis in Saint Quentin Fallavier erprobt, die neben der Aufladung von Elektrofahrzeugen auf Kraftstoffe wie BioNGV und Wasserstoff spezialisiert ist. In der nächsten Planungsphase wird Proviridis die Lösung in ganz Frankreich einführen und dabei ausschließlich die Schnellladegeräte von Kempower verwenden.  (se)

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