Batterietechnik ProLogium und CEA bündeln Kräfte für recycelbare Festkörperbatteriemodule

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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ProLogium Technology und CEA sind eine Partnerschaft eingegangen. Beide Unternehmen wollen zusammen ein Festkörperbatteriemodul mit einer Design-for-Disassembly-Struktur entwickeln. Die Kooperation trägt nun Früchte: Auf der IAA Mobiliy 2025 zeigen die Unternehmen einen ersten Prototyp.

CEA und ProLogium arbeiten gemeinsam an einem Festkörperbatteriemodul mit einer Design-for-Disassembly-Struktur und stellen nun auf der IAA Mobility einen ersten Prototypen vor.(Bild:  Dominique Fleury)
CEA und ProLogium arbeiten gemeinsam an einem Festkörperbatteriemodul mit einer Design-for-Disassembly-Struktur und stellen nun auf der IAA Mobility einen ersten Prototypen vor.
(Bild: Dominique Fleury)

CEA und ProLogium arbeiten bereits seit November 2024 an einem Batteriesystem, das eine hohe Energiedichte mit einem modularen, leicht zu demontierenden Design kombiniert und können nun erste Ergebnisse vorweisen. Dieser neue Ansatz verbessert die Produktleistung in drei wichtigen Nachhaltigkeitskennzahlen: Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Wiederverwendbarkeit. CEA bringt dabei sein technisches Know-how und seine Erfahrung in den Bereichen Moduldesign, Prototypenentwicklung sowie Prüfung und Validierung ein, während ProLogium seine „superfluidisierten, vollständig anorganischen Lithium-Keramik-Festkörper-Batteriezellen“ beisteuert. Der Prototyp eines Moduls für die Automobilindustrie ist auf der IAA Mobility 2025 zu sehen.

Einzelne Zellen schnell austauschbar

Herkömmliche Batterien mit flüssigem Elektrolyten wurden im Streben nach einer höheren Energiedichte auf Pack-Ebene in Richtung geschlossener Architekturen wie Cell-to-Pack (CTP) und Cell-to-Chassis (CTC) entwickelt. Diese Architekturen haben jedoch geringere Sicherheitsmargen und beeinträchtigen die Reparaturfähigkeit und Recyclingeffizienz auf Modulebene: Wenn eine einzelne Zelle ausfällt, muss oft das gesamte Modul entsorgt werden. Andererseits erfordern reparierbare Designs in der Regel zusätzlichen strukturellen Platz, was die Energiedichte auf Modulebene verringern kann. Daher können nur Zellen mit einer ausreichend hohen intrinsischen Energiedichte diesen strukturellen Kompromiss ausgleichen und gleichzeitig die Gesamtleistungsvorteile bewahren.

Mit der Einführung des Konzepts „Design-for-Disassembly“ gehen ProLogium und CEA direkt auf die Schwachstellen in Bezug auf Recycling und Kreislaufwirtschaft ein und machen damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines effizienten und nachhaltigen Batterie-Lebenszyklusmanagements. Die verbesserte Modularchitektur ermöglicht es, einzelne Zellen auszutauschen, wodurch weniger Abfall anfällt, Reparaturzeiten verkürzt und die Gesamtkosten optimiert werden.

Dank der neuen Architektur lässt sich das Modul aus dem Akku entfernen und leicht auseinanderbauen, um Zugang zu den Zellen zu erhalten. Damit können einzelne Zellen schnell und einfach zurückgewonnen werden, was die Trennung der verschiedenen Zellkomponenten für das Recycling und die Wiederverwendung erleichtert.

 (se)

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