Mobilitätskonzepte Projekt C2C Bridge entwickelt nachhaltiges Verkehrsangebot für Pendler

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Wie sich ein Verkehrsangebot zwischen Stadt und Land nachhaltig und attraktiv gestalten lässt, damit befasst sich das Projekt Country to City Bridge – C2C Bridge. Der Fokus des Projekts liegt auf ÖPNV-Angeboten wie geteilt genutzten autonomen Ruftaxis und intelligenten Umsteigehubs. Neben technischen Aspekten will man sich der gesellschaftlichen Akzeptanz von neuen Mobilitätstechnologien widmen.

Projekt C2C Bridge: Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft untersucht in Karlsruhe, mit wie eine optimale Verkehrsanbindung zwischen Stadt und Umland aussehen sollte.(Bild:  Karlsruher Institut für Technik)
Projekt C2C Bridge: Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft untersucht in Karlsruhe, mit wie eine optimale Verkehrsanbindung zwischen Stadt und Umland aussehen sollte.
(Bild: Karlsruher Institut für Technik)

Auf dem Land leben und in der Stadt arbeiten – für viele Menschen ist das eine Herausforderung. Lückenlose, effiziente Verkehrssysteme sind im ländlichen Raum selten und damit auch keine Alternative zum Auto. Wie sich ein Verkehrsangebot zwischen Stadt und Land nachhaltig und attraktiv gestalten lässt, untersuchen nun Forschende unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Projekt Country to City Bridge – C2C Bridge am Standort Karlsruhe des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM)

Gesellschaftliche Akzeptanz

Im täglichen Berufsverkehr in Deutschland ist ein Pkw durchschnittlich nur mit 1,1 Personen besetzt. Entsprechend hoch sind Flächen- und Energiebedarf sowie die daraus resultierenden CO2-Emissionen pro Person im Pendelverkehr. C2C Bridge beschäftigt sich damit, die derzeitigen Lücken im öffentlichen Verkehrsangebot zu schließen. Ziel ist es, einen Mobilitätsdienst mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz zu erarbeiten, der auf neuen, automatisierten Fahrzeugkonzepten und deren vernetztem Betrieb basiert. So sollen automatisierte Ruf-Sammeltaxis im ländlichen Raum einen Service bieten, der es möglich macht, effizient zum Ziel zu kommen. Zugleich sollen sie darauf ausgerichtet sein, bis zu vier Personen, Rollstuhl, Kinderwagen und Gepäck zu befördern. Am Stadtrand wird in Mobilitätsstationen ein Umstieg auf den konventionellen ÖPNV oder weitere alternative Verkehrsmittel wie beispielsweise Leihräder möglich sein. Somit werden ländliche Gegenden an die Stadt angebunden.

Analyse des Mobilitätsbedarfs der Gesellschaft

Um bedarfsgerechte Lösungen erarbeiten zu können, ist ein enger Dialog mit allen Beteiligten notwendig: „Damit wir ein differenziertes Verständnis für die Mobilitätsbedarfe in der Stadt und auf dem Land bekommen, werden wir in einen intensiven Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, potenziellen Betreibern, Stadtplanerinnen und -planern sowie Fahrzeugherstellern gehen“, betont Professor Peter Vortisch, Leiter des Instituts für Verkehrswesen am KIT. Dazu gehöre auch, dass man unterschiedliche Fahrzeuge und Infrastrukturen vorstellen werde. Basierend auf der Analyse sollen in einer zweiten Projektphase Prototypen von Fahrzeugen und Mobilitätsstationen entwickelt und gebaut werden.

Projektpartner

Das KIT hat das Standortprojekt C2C Bridge initiiert und ist mit insgesamt 12 Instituten daran beteiligt. Konsortialpartner sind das FZI Forschungszentrum Informatik, das Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität an der Hochschule Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT, das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Gemeinsam bilden diese Mobilitätsforschungseinrichtungen das Forschungscluster KAMO: Karlsruhe Mobility, in dem sie bereits seit 2016 in verschiedenen Projekten zusammenarbeiten.

C2C Bridge und das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft

Das Gesamtvorhaben Country to City Bridge — C2C Bridge startete Anfang 2024 und wird bis 2027 laufen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert den ersten Teil des Projekts mit 12,3 Millionen Euro. Das Vorhaben ist eingebettet in das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM), das mit seinen vier Standorten Hamburg, Annaberg-Buchholz, Minden und Karlsruhe ein bundesweites Forschungsnetzwerk aufspannt und Expertise in der Mobilitätsforschung bündelt. Während der Projektlaufzeit und darüber hinaus vernetzen sich die Standorte über eine Reihe von Veranstaltungen. Diese dienen der Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Kooperation der Standorte untereinander. Jährlich rollierende Konferenzen, Seminare und Winter Schools bringen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Standorte zusammen. Eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den Projekten auf Arbeits- und Leitungsebene erschließt Synergien und erlaubt es, die Projektergebnisse auf Übertragbarkeit zu überprüfen  (se)

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