Nutzfahrzeug-Elektrifizierung Produktionsausbau: ZF-Division Commercial Vehicle Solutions eröffnet Werke in Indien und USA

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Die Dekarbonisierung von Nutzfahrzeugen schreitet voran. Aus diesem Grund baut die ZF-Division Commercial Vehicle Solutions ihre globale Produktion aus. Der Zulieferer hat im indischen Oragadam ein Werk eröffnet, in dem zukünftig auch elektrische Komponenten für den indischen und globalen Markt produziert werden sollen. Darüber hinaus lief die Fertigung des hybridfähigen PowerLine-Getriebes für Nutzfahrzeuge im bestehenden US-Werk in Gray Court an.

Die ZF-Division Commercial Vehicle Solutions hat in Oragadam, Indien ein neues Werk in Betrieb genommen. Prof. Dr. Peter Laier (2.v.l), Mitglied des ZF-Vorstands, und der Industrieminister der Region Tamil Nadu Dr. TRB Rajaa (3.v.l) bei der feierlichen Eröffnung. (Bild:  ZF Group)
Die ZF-Division Commercial Vehicle Solutions hat in Oragadam, Indien ein neues Werk in Betrieb genommen. Prof. Dr. Peter Laier (2.v.l), Mitglied des ZF-Vorstands, und der Industrieminister der Region Tamil Nadu Dr. TRB Rajaa (3.v.l) bei der feierlichen Eröffnung.
(Bild: ZF Group)

In Oragadam hat ZF sein nunmehr 19. Werk auf dem indischen Subkontinent eröffnet. Auf mehr als 7.000 m 2 wird das Unternehmen hier nicht nur Bremsen und Fahrwerkkomponenten fertigen, sondern auch elektrische Komponenten wie Luftkompressoren für leichte und mittelschwere Nutzfahrzeuge. Der Zulieferer plant zudem in einer zweiten Phase die Werksgröße auf 15.300 m2 zu erweitern. Das Gesamtinvestitionsvolumen bis 2032 umfasst nach Herstelleraussagen 200 Millionen Euro.

Zweiter Fertigungsstandort für Nutzfahrzeuggetriebe PowerLine

Des Weiteren hat die Division Commercial Vehicle Solutions (CVS) seine Produktionsstätte im US-amerikanischen Gray Court ausgebaut und wird dort das hybridfähige Nutzfahrzeuggetriebe PowerLine fertigen. Damit gibt es neben Friedrichshafen einen zweiten Produktionsstandort – nun für den nordamerikanischen Markt. Die Hochlaufplanungen sehen bereits im kommenden Jahr bis zu 200.000 Einheiten vor. ZF produziert

Lokale Nachfrage erfüllen

„Local for local“ – der Aufbau von Produktionsstätten vor Ort hilft nicht nur die dortige Nachfrage zu erfüllen oder Einfuhrzölle und Transportkosten zu vermeiden. Auch die deutschen Standorte sind Nutznießer, denn sie liefern zum Teil Komponenten für die Systeme zu. So fertigt der Zulieferer für PowerLine beispielsweise Mechatronik-Module in Saarbrücken und elektronische Steuerungen in Auerbach und liefert diese nach Gray Court. Und das ZF-CVS-Werk in Friedrichshafen wurde erst im jüngst abgeschlossenen Zielbild als Leitstandort Elektromobilität für Nutzfahrzeugantriebe definiert.

Darüber hinaus lassen sich durch lokale Produktion Emissionen vermeiden, die sonst durch den Transport von Komplettsystemen aus entfernteren Standorten verursacht werden. Den neuen Standort in Indien plant ZF zudem mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben. Das Werk ist mit einer Solaranlage ausgestattet, die bis zu 450 kW liefern kann, weitergehender Energiebedarf wird durch entsprechende Angebote von Solar- und Windenergie im Rahmen langfristiger Verträge gesichert. Das Werk in Oragadam ist außerdem mit einer Infrastruktur zur Sammlung und Wiederverwendung von Regenwasser ausgestattet und soll bis 2025 wasserneutral sein.

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