Elektromobilität PEM und ika der RWTH Aachen mit Nachrüstkonzept für E-Lkw

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Das Institut für Kraftfahrzeuge und der Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen haben im Forschungsprojekt „BEV Goes eHighway – BEE“ ein Nachrüstkonzept für elektrische Serien-Lkw entwickelt. Dabei wurden zwei batteriebetriebene „DAF XD Electric“ zusammen mit Nutzfahrzeughersteller DAF Trucks um ein neu entwickeltes Pantographensystem erweitert.

Vom 01.01.2022 bis 31.12.2025 lief das Forschungsprojekt "BEE: BEV Goes eHighway". Im Rahmen dessen haben das ika und das PEM der RWTH Aachen zusammen mit DAF Trucks zwei DAF XD Electric  um ein neu entwickeltes Pantographensystem erweitert. (Bild:  ika RWTH Aachen)
Vom 01.01.2022 bis 31.12.2025 lief das Forschungsprojekt "BEE: BEV Goes eHighway". Im Rahmen dessen haben das ika und das PEM der RWTH Aachen zusammen mit DAF Trucks zwei DAF XD Electric um ein neu entwickeltes Pantographensystem erweitert.
(Bild: ika RWTH Aachen)

Das im realen Straßenverkehr erprobte System ermöglicht es, die Fahrzeugbatterie während der Fahrt an einer Oberleitung aufzuladen, was eine Reduzierung der Batteriegröße und eine Steigerung der betrieblichen Flexibilität ermögliche. „Dynamisches Laden während der Fahrt ist ein wichtiger Baustein im Technologie-Mix, um den Güterverkehr ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu dekarbonisieren“, unterstreicht ika-Leiter Professor Lutz Eckstein. Ziel des BEE-Projekts war es, neben einer wirtschaftlichen Nachrüstlösung für Pantographensysteme auch die vorhandenen Schnittstellen für eine einfache Integration in serienmäßige Elektro-Lkw verschiedener Hersteller zu analysieren und daraus einen Normvorschlag für notwendige Anpassungen abzuleiten. „Die Stromversorgung der Batterie mittels Oberleitung kann dabei helfen, das stationäre Laden und die damit verbundenen Lieferzeiten zu reduzieren“, betont PEM-Leiter Professor Achim Kampker. Das Projekt hatte darüber hinaus Einsparpotenziale mit Blick auf die Batteriegröße, den Einfluss auf das Alterungsverhalten der Batterien sowie die Gesamtkosten des Nachrüstsystems im Rahmen einer Total Cost of Ownership-Analyse untersucht.

Zahlreiche Testkilometer absolviert

Nach der Entwicklung, dem Aufbau und der Integration des Nachrüstkonzepts in die Lkw-Prototypen „Maja“ und „Willi“ im Sommer 2024 wurde das System in beiden Fahrzeugen entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen homologiert. Nach dem Erhalt der offiziellen Straßenzulassung absolvierten die beiden Lkw umfassende Testfahrten im Rahmen der Feldversuche „Elisa“, „FESH“ und „eWayBW“, um die Einsatztauglichkeit des Systems im öffentlichen Straßenverkehr nachzuweisen. Zusammengenommen legten die beiden Fahrzeuge dabei mehr als 10.000 Testkilometer zurück. Das Forschungsvorhaben wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert und vom Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik betreut. (se)

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