Van Moof Niederländischer E-Bike-Hersteller insolvent

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Van-Moof-Räder wurden wegen ihres Designs gefeiert. Doch Optik allein scheint als Erfolgsrezept nicht ausgereicht zu haben.

Leuchtringe in einem Van-Moof-Lenker, die mit unterschiedlichen Farben über aktuelle Geschwindigkeit, Konnektivitätsstatus oder Akkustand informieren.(Bild:  Vanmoof)
Leuchtringe in einem Van-Moof-Lenker, die mit unterschiedlichen Farben über aktuelle Geschwindigkeit, Konnektivitätsstatus oder Akkustand informieren.
(Bild: Vanmoof)

Der niederländische E-Bike-Hersteller Van Moof ist pleite. Wie das Unternehmen am Dienstag auf seiner Homepage mitteilte, hat das zuständige Amsterdamer Gericht die Van Moof Global Holding B.V., Van Moof B.V. und Van Moof Global Support B.V. für insolvent erklärt. Die ausländischen Niederlassungen, darunter auch in Deutschland, befänden sich nicht im Insolvenzverfahren.

Die Van-Moof-Bikes waren international wegen ihres Designs ausgezeichnet worden. Doch technische Mängel, lange Lieferzeiten und Wartezeiten bei Reparaturen bedeuteten am Ende das Aus für das Amsterdamer Unternehmen, das weltweit Metropolen mit dem „idealen Stadt-Fahrrad“ versorgen wollte.

Wegen Fahrrad-Diebstahls angezeigt

Vor allem die niederländischen Kunden machen sich nun Sorgen. So fürchten viele, dass sie bereits bezahlte Räder gar nicht erhalten werden oder sie Fahrräder nicht mehr aus der Reparatur zurückbekommen. Dutzende Kunden erstatteten bereits Anzeige wegen Fahrrad-Diebstahls.

Ob die Pleite des Unternehmens auch Folgen für Kunden im Ausland haben wird, ist unklar. Dabei geht es etwa um die Lieferung von Ersatzteilen und neuen Rädern.

Das Amsterdamer Start-up wurde in den ersten Jahren hoch gelobt. Und es profitierte vom Boom der elektrischen Fahrräder. Schnell breitete sich Van Moof auch im Ausland aus. Doch finanzielle Erfolge blieben aus. 2021 verbuchte das Unternehmen einen Verlust von etwa 80 Millionen Euro.

Die Gründer Taco und Ties Carlier bedauerten das Aus des Unternehmens, wie sie in einer von Medien zitierten Mail an ihre rund 800 Mitarbeiter schreiben: „Wir sind traurig, aber vor allem fühlen wir Stolz auf das, was wir erreicht haben.“ Eine Milliarde Räder wollten die Brüder verkaufen, am Ende waren es knapp 200.000

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