Elektromobilität Neues RAL-Gütezeichen erhöht Sicherheit bei havarierten E-Fahrzeugen

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Worauf muss im Vergleich zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor geachtet werden, wenn ein Elektroauto in einen Unfall verwickelt ist oder auch einfach nur liegenbleibt? Schließlich können leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien im Unfallfall einen großen Schaden anrichten. Das neue Gütezeichen Havarie Elektromobilität und Energiespeicher der Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung soll nun für mehr Sicherheit sorgen.

Das neue RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung soll die Sicherheit bei havarierten Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen verbessern.(Bild:  Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung)
Das neue RAL-Gütezeichen der Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung soll die Sicherheit bei havarierten Elektrofahrzeugen und Energiespeichersystemen verbessern.
(Bild: Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung)

Weil zunehmend immer mehr Elektrofahrzeuge mit leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien auf der Straße unterwegs sind, rücken Themen wie Brandschutz, sichere Bergung, Lagerung und fachgerechte Entsorgung immer stärker in den Fokus. Mit der Einführung des neuen RAL Gütezeichens Havarie Elektromobilität und Energiespeicher schafft die Gütegemeinschaft Verkehrsflächenreinigung und Unfallstellensanierung e. V. einen einheitlichen und transparenten Qualitätsstandard für den professionellen Umgang mit havarierten Elektrofahrzeugen.

Umweltgerechte Entsorgung sicherheitskritischer Fahrzeuge

Angefangen bei der Bergung über das Abschleppen und den Transport bis hin zur Lagerung und umweltgerechten Entsorgung von sicherheitskritischen Fahrzeugen und Energiespeichern: Unternehmen, die das neue Gütezeichen nutzen, erfüllen insbesondere bei Havarien mit Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- oder gasbetriebenen Fahrzeugen sowie stationären Batteriespeichern hohe Anforderungen. Dabei liegt dem Gütezeichen ein umfassendes Regelwerk zu Grunde, das neben technischen und organisatorischen Aspekten auch umwelt- und arbeitsschutzrechtliche Gesichtspunkte beinhaltet. So wird beispielsweise geprüft, ob der jeweilige Betrieb qualifiziertes Fachpersonal beschäftigt, das im Umgang mit Hochvoltsystemen speziell geschult ist. Ebenfalls relevant: Wird eine geeignete Ausrüstung genutzt und gibt es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen? Sind dokumentierte Abläufe und Notfallpläne vorhanden? Und werden die gesetzlichen Vorschriften eingehalten? Nur einige von vielen Fragen, die im Rahmen einer Prüfung durch die Gütegemeinschaft bei den am Gütezeichen interessierten Unternehmen geklärt werden.

Ergänzung zu gesetzlichen Vorschriften

Damit erweitert das neue RAL Gütezeichen die bereits geltenden gesetzlichen Vorschriften wie das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen Gütern auf der Straße (ADR), das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) und DGUV-Vorschriften, die den Umgang mit Elektromobilität und Energiespeicher bereits seit Jahren festlegen. Mit dem RAL Gütezeichen signalisieren Betriebe Auftraggebern wie beispielsweise Behörden und Versicherungen, dass sie auch in kritischen Situationen nachweislich kompetent, sicher und mehr als nur gesetzeskonform handeln. (se)

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