Elektromobilität Neptune Energy entwickelt Projekt zur Lithiumgewinnung in Sachsen-Anhalt

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Neptune Energy hat im August 2025 die Ressourcenbasis in der Sachsen-Anhaltinischen Altmark bei Sproule ERCE untersuchen lassen. Die Studie zeigte, dass dort mit einem nachgewiesenen Vorkommen von 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonatäquivalent eine der größten projektbezogenen Lithium-Ressourcen der Welt ist.

Lithium spielt eine essenzielle Rolle für die Batterien von Stromern. In Sachsen-Anhalt lagern rund 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent.(Bild:  frei lizensiert bei Pixabay)
Lithium spielt eine essenzielle Rolle für die Batterien von Stromern. In Sachsen-Anhalt lagern rund 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent.
(Bild: frei lizensiert bei Pixabay)

Ob bis 2030 die einst von der Bundesregierung anvisierten 15 Millionen Elektrofahrzeuge deutschlandweit über die Straßen rollen, ist fraglich. Prognosen zufolge wird man aber wohl die 10-Millionen-Marke reißen.

Das Herzstück eines Stromers ist sein Energiespeicher und für diesen werden mineralische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan und Graphit benötigt. Eine gängige Lithium-Ionen-Batterie mit 75 kWh enthält 5,7 kg Mangan, 6,15 kg Kobalt, 7,2 kg Lithium, 22 kg Kupfer, 49 kg Nickel und 65 kg Graphit. Bei diesen Größenordnungen stellt sich die Frage: Wo kommen die Rohstoffe her?

Deutsche Versorgung mit Lithium gewährleisten

In der Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt befinden sich umfangreiche Lithium-Ressourcen, wie Neptune Energy zusammen mit dem unabhängigen Beratungsunternehmen Sproule ERCE ermittelte – nämlich 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent. Neptune Energy will nun ein Projekt zur Lithiumgewinnung aufbauen, wie Dr. Andreas Scheck, CEO von Neptune Energy, verdeutlicht: „Die neuen Bewertungen unterstreichen das große Potenzial unserer Lizenzgebiete in Sachsen-Anhalt. Wir können damit einen wesentlichen Beitrag zur deutschen und europäischen Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Lithium leisten.“

Das Unternehmen hält in der Region seit 2024 die bergrechtliche Bewilligung „Jeetze-L“ sowie drei Aufsuchungserlaubnisse für Lithium. Die Explorationslizenzen „Milde A-L“ und „Milde C-L“ wurden dem Unternehmen bereits 2024 zugesprochen, 2025 kam dann noch die Lizenz „Milde B-L“ im südöstlichen Teil der Altmark hinzu. Neptune Energy setzt mit der direkten Lithiumextraktion (DLE) aus Tiefenwasser auf ein umweltschonendes Verfahren – ohne Tagebau, ohne Verdunstungsbecken, mit minimalem Flächenbedarf.

Batteriefähiges Lithium herstellen

Im August 2025 hat man den zweiten Pilotversuch zur direkten Lithiumextraktion mit dem Technologiepartner Lilac abgeschlossen. Aus dem Tiefenwasser der Altmark wurde mithilfe des Ionenaustauschverfahrens batteriefähiges Lithium (Battery-grade) hergestellt. Seit Mitte September läuft ein dritter Pilotversuch, um ein Adsorptionsverfahren technisch bewerten zu können. Auf dem Pilotzeitraum soll eine Demonstrationsphase folgen, in der der Einsatz einer voll integrierten Extraktionsanlage als nächster Schritt hin zur kommerziellen Produktion erprobt wird. Diese Schritte werden noch Gegenstand weiterer bergrechtlicher Genehmigungsverfahren sein. (se)

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