MIt dem Mifa 9 wagt sich das Transporterfabrikat Maxus an seinen ersten Pkw – wenn auch an einen sehr großen. Der Elektro-Van beeindruckt durch Platz, eine luxuriöse Ausstattung und eine hochwertige Anmutung. Doch er hat auch seine Macken. Eine nervt besonders.
Das erste Pkw-Modell von Maxus in Europa in seit kurzem auch in Deutschland auf dem Markt.
(Bild: Wehner - VCG)
Seit ein paar Jahren verkauft Chinas größter staatlicher Autobauer SAIC in Deutschland die Transporter der Marke Maxus. Jetzt ist bei den Maxus-Händlern mit dem Mifa 9 auch ein Pkw bestellbar – mit ziemlich viel Platz und rein elektrisch. Als batterieelektrischer Van ist der Mifa 9 derzeit noch mit wenig Konkurrenz unterwegs, denn die meistens Autos dieser Größe fahren mit einem Verbrenner. Der VW ID Buzz oder der Mercedes EQV fallen einem da ein.
Aber wie mit den Transportern will Maxus mit dem Mifa 9 vor allem gewerbliche Kunden ansprechen. Shuttleservices oder andere Firmen, die Personen transportieren, stehen im Fokus. „Aber auch anspruchsvolle Familien sehen wir durchaus als Zielgruppe“, sagt Karsten Dornheim, Countrymanager beim Importeur Maxomotive Deutschland, der in 13 der 17 deutschen Bundesländer aktiv ist.
Es wird also künftig bei Maxus auch Privatkunden geben. Für den Handel ist das kein Problem, denn der Großteil der derzeitigen Maxus-Händler besteht aus Mehrmarkenhändlern, die auch im Pkw-Geschäft aktiv sind. Nichtdestotrotz werden sich die verkauften Stückzahlen des Mifa 9 zunächst in Grenzen halten. Mit einer dreistelligen Zahl rechnet Dornheim im ersten vollen Verkaufsjahr 2024. Das könnte auch am durchaus selbstbewusst gewählten Preis von mindestens knapp 69.000 Euro liegen.
Viel Auto für viel Geld
Dafür gibt es allerdings auch ordentlich viel Auto. 5,27 lang ist der Mifa 9. Innen ist Platz für sieben Personen. Der Van kommt immer in der Sitzkonfiguration 2-2-3 – das heißt, in der zweiten Reihe stehen zwei Einzelsitze. Die sind schon in der Grundversion recht luxuriös und verfügen je nach Ausstattungspaket sogar über eine Liege- oder Massagefunktion. Dass sie bequem sind, steht außer Frage. Aber auch in der dritten Reihe, die man erreicht, indem man zwischen den mittleren Sitzen durchsteigt, sitzen Menschen, die nicht allzu groß sind, durchaus ordentlich.
Der Fahrerarbeitsplatz sitzt in einem modernen, klar gestalteten und nicht mit Schaltern überfrachteten Ambiente. Auf der Mittelkonsole sitzt ein Touchscreen in aktueller Standardgröße. Darunter befindet sich eine Leiste, mit der wesentliche Funktionen wie die Klimatisierung über berührungsempfindliche Flächen statt über Knöpfe gesteuert werden. Das wirkt cool und modern und klappt gut.
Die Türen öffnen schlüssellos. Einen Startknopf gibt es nicht. Rein ins Auto, den Gangwahlhebel hinterm Lenkrad auf „D“ stellen und los geht's. Der mit 180 kW/245 PS nicht unbedingt überdimensionierte Elektromotor sitzt an der Vorderachse. Er sorgt für ordentlichen Vortrieb bei dem 2,4 Tonnen schweren Van. Und im Vergleich mit einem Verbrenner geht alles immer noch recht zügig. Denkt man aber an so manches andere Elektroauto, ist der Mifa 9 etwas schwachbrüstiger. Mitschwimmen klappt dennoch super, ein bisschen Reserve zum Überholen ist auch vorhanden.
Nerviger Spurhalteassistent
Das Fahrwerk ist auf bequemes Gleiten ausgelegt. Das klappt im an sich hervorragend, solange man es nicht mit größeren Schlaglöchern zu tun hat. Die spürt man schon deutlich. Die Lenkung ist ebenfalls für sportliche Fahrer zu indirekt.
Beim Spurhalteassistenten muss Maxus allerdings nochmal nacharbeiten. Recht ruppig greift er ein, sobald man auch nur in die Nähe der Seitenlinie kommt. Gleichzeitig ertönt ein ohrenbetäubendes Piepsen. Wenn man auf einer etwas engeren Straße unterwegs ist, auf der man naturgemäß weit rechts fährt, mutiert der Mifa 9 zum Dauerpiepser. Einfach abschalten lässt sich der Warnton nicht.
Das Problem sei bekannt, versichert Karsten Dornheim. Der Hersteller wolle in Kürze per Software-Update Abhilfe schaffen. Bis dahin bleibt nur: Mittig fahren oder aushalten. Schade eigentlich, denn sonst macht der Mifa 9 einen richtig guten Eindruck.
68.990 Euro ruft Maxus für die Basisausstattung auf. Das sind 3.000 Euro mehr als VW für den günstigsten ID Buzz nimmt. Fairerweise muss man jedoch erwähnen, dass letzterer 30 kW weniger bietet, etwa 30 Zentimeter kürzer ist und nur fünf Sitze hat. Auch in Sachen Ausstattung hat der Maxus die Nase vorn.
An Bord ist ein Infotainment-System mit 12,3-Zoll-Bildschirm, ein 7-Zoll-Instrumentendisplay, eine Klimauatomatik vorne und hinten, ein schlüsselloses Zugangssystem, eine Rückfahrkamera sowie Einparkhilfen hinten und ein Assistentenpaket. Es enthält eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, die Abstand und Tempo hält. Außerdem sind eine Verkehrszeichenerkennung, ein automatisches Notbremssystem, ein Spurverlassenswarner, ein Spurhalte- und ein Spurwechselassistent, ein Müdigkeits-, ein Heckkollisions- und ein Querverkehrswarner mit integrierter Notbremsfunktion beim Zurücksetzen immer an Bord.
Stand: 08.12.2025
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Luxus gegen Aufpreis
Für 7.000 Euro Aufpreis ist das „Luxury-Paket“ bestellbar. Es enthält zusätzlich zwei elektrische Schiebedächer, eine 64-farbige Ambientebeleuchtung, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, einen Regensensor, eine induktive Smartphone-Ladeschale sowie elektrisch verstell- und anklappbare Außenspiegel. Beim Rangieren und Parken hilft ein 360-Grad-Kamerasystem und weitere Einparkhilfen vorne. Für Fahrer und Beifahrer gibt es eine elektrische Sitzverstellung, in der zweiten Reihe zwei halten Massagefunktion, Sitzheizung und -belüftung Einzug. Die Heckklappe und die seitlichen Schiebetüren öffnen automatisch.
Das Premium-Paket für 14.000 Euro zusätzlich bietet neben den genannten Extras Ledersitze, eine Lenkradheizung, Liegesitze in Reihe zwei sowie Massagefunktion, Sitzheizung und -belüftung vorne. Im Innenspiegel ist ein Kameradisplay integriert. Auf den 19-Zoll-Leichtmetallfelgen kommen zudem selbstdichtende Reifen zum Einsatz.