Alternative Antriebe MAN setzt bei Wasserstoff-Lkw auf Mahle

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Für Automobilzulieferer Mahle ist Technologieoffenheit der Schlüssel zur Dekarbonisierung. Von daher spielt neben der Elektrifizierung auch der Verbrennungsmotor mit erneuerbaren Kraftstoffen eine wichtige Rolle für das Unternehmen. Nun setzt Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus auf Mahle-Komponenten für den Wasserstoffmotor seines Lkw MAN hTGX.

Mahle liefert Komponenten für den Wasserstoffmotor des MAN hTGX.(Bild:  Mahle)
Mahle liefert Komponenten für den Wasserstoffmotor des MAN hTGX.
(Bild: Mahle)

„Der Nutzfahrzeugsektor hat einen enormen Einfluss darauf, wie wir mit dem Klimaschutz im Verkehrssektor vorankommen“, betonte Arnd Franz, Vorsitzender der Mahle-Geschäftsführung, zuletzt auf der IAA Transportation. Doch für eine schnelle Dekarbonisierung des Transportsektors ist nicht eine Technologie entscheidend, sondern das Zusammenspiel verschiedener Technologien. Bei Mahle ist das zum Beispiel neben der Elektromobilität auch Wasserstoff. In diesem Rahmen hat der Automobilzulieferer einen Auftrag von MAN Truck & Bus erhalten und soll Komponenten für den Wasserstoffmotor des MAN hTGX liefern.

200 MAN hTGX ab 2025

Der Direkteinspritzer hat 6 Zylinder, 16,8 l Hubraum und 383 kW Leistung. Er wird mit der Wasserstoff-Powercell-Unit des Stuttgarter Unternehmens, bestehend aus Kolben, Kolbenringen, Kolbenbolzen sowie Zylinderlaufbuchse ausgestattet sein. Darüber hinaus werden weitere Komponenten von Mahle im Ventiltrieb eingesetzt. MAN plant, rund 200 Einheiten seines als Zero-Emission-Fahrzeugs (ZEV) klassifizierten Lkw ab 2025 für ausgewählte Märkte zu bauen.

Serientauglichkeit

Mahle hat seine Motorenkomponenten auf die spezifischen Anforderungen des Wasserstoffbetriebs entwickelt. Die Tests im eigenen Wasserstoffprüfzentrum in Stuttgart belegen die Serientauglichkeit moderner Wasserstoffmotortechnik. Dank der Wasserstoff-Powercell-Unit der Stuttgarter lässt sich der Ölverbrauch des Motors und der Blow-By, also die unerwünschte Leckage von Wasserstoff ins Kurbelgehäuse, minimieren.

Die Wasserstoff Powercell-Unit des Automobilzulieferers sorgt dafür, dass der Verbrennungsmotor klimaneutral unterwegs ist. (Bild:  Mahle)
Die Wasserstoff Powercell-Unit des Automobilzulieferers sorgt dafür, dass der Verbrennungsmotor klimaneutral unterwegs ist.
(Bild: Mahle)

Potenzial von Wasserstoff und Brennstoffzellen

Wasserstoff gilt als der erneuerbare Kraftstoff mit dem derzeit größten Potential für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors – insbesondere für den Nutzfahrzeugbereich. Mahle abeitet derzeit an knapp 30 Wasserstoffmotorprojekten im On- und Off-Highway-Bereich. Mit dem aktuellen Auftrag von MAN Truck & Bus geht nun ein weiterer Fahrzeughersteller mit den Komponenten des Zulieferers in Serie. 2025 sollen weitere Serienanläufe bei anderen Kunden folgen.  (se)

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