Luftfahrt Projekt zu Brennstoffzellensystem für Passagierflugzeuge gestartet

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Ein Brennstoffzellenantrieb für Kurzstrecken-Passagierflugzeuge: Daran arbeiten unter anderem die RWTH Aachen und Airbus. Denkbar sind Komponenten aus der Automobilindustrie. 

Airbus arbeitet im Projekt „GENtwoPRO“ am Antrieb von Kurzstreckenflugzeugen mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle.(Bild:  Airbus SAS 2025)
Airbus arbeitet im Projekt „GENtwoPRO“ am Antrieb von Kurzstreckenflugzeugen mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle.
(Bild: Airbus SAS 2025)

Seit Januar 2026 entwickeln die RWTH Aachen und Airbus ein skalierbares, integriertes, qualifizierbares Brennstoffzellensystem für die Luftfahrt. Das LT-PEM-Brennstoffzellensystem soll wasserstoffbetriebene Kurzstreckenflugzeuge antreiben, die rund 100 Menschen transportieren können. Konkret soll laut der Universität ein „leichter, zertifizierbarer Leistungserzeuger“ entstehen, der im Jahr 2035 in Betrieb gehen soll. „LT-PEM“ steht für „Low Temperature Polymer Electrolyte Membrane Fuel Cell“ – eine Niedertemperatur-Variante der Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzelle. Diese arbeitet bei Temperaturen unter 100 Grad Celsius.

Höhere Leistungsdichte und minimales Gewicht

Ausgehend von einer aktuellen Brennstoffzelle entwickeln die Unternehmen Komponenten wie Brennstoffzellen-Stacks, die Komponenten des Energiesystems und Integrationselemente weiter – und führen sie zu einer skalierbaren Systemarchitektur zusammen. Ziel ist es, die volumetrische und gravimetrische Leistungsdichte zu steigern: beim Stack auf > 4,2 kW/kg und vom Gesamtsystem auf > 2,1 kW/kg – bei minimalem Gewicht und Bauraum. Außerdem sollen wissenschaftlich fundierte Methoden für Auslegung, Integration, Regelung und Validierung unter luftfahrtspezifischen Randbedingungen entstehen.

Komponenten aus der Automobilindustrie?

In der Integrations- und Validierungsphase führen die Projektpartner die Subsysteme zu einem funktionsfähigen Gesamtsystem zusammen – und prüfen es unter realitätsnahen Bedingungen. Ein Thema wird dabei sein, ob Komponenten aus anderen Branchen für die Luftfahrt geeignet sind, etwa aus der Automobilindustrie.

Über das Projekt „GENtwoPRO“

Der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“, PEM, der RWTH Aachen arbeitet im Verbundprojekt „GENtwoPRO“ gemeinsam mit Industrie- und Forschungspartnern. Dazu gehören Airbus Operations, Aerostack, TLK-Thermo, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Technische Universität Braunschweig. Die Bundesregierung fördert das Projekt aus dem Klima- und Transformationsfonds. Das Projekt läuft bis Ende Dezember 2028.

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