ÖPNV Linienbusse mit Frontkameras gegen Parksünder

Quelle: sp-x 1 min Lesedauer

Falschparker sorgen immer wieder für Verspätungen im Busverkehr. In Wiesbaden greifen die Verkehrsbetriebe daher zu ungewöhnlichen Methoden.

In Wiesbaden fotografieren künftig Linienbusse Falschparker.(Bild:  ESWE Verkehr)
In Wiesbaden fotografieren künftig Linienbusse Falschparker.
(Bild: ESWE Verkehr)

In Wiesbaden gehen nun Busse auf Falschparker-Jagd. Weil nicht korrekt abgestellte Autos regelmäßig den ÖPNV behindern, werden die Linienbusse der kommunalen Verkehrsbetriebe ESWE künftig mit Frontkameras ausgestattet.

Diese sollen Falschparker fotografieren, die Bus- und Umweltspuren in der hessischen Landeshauptstadt blockieren. Bis Ende 2024 will das städtische Unternehmen 30 Busse mit der Technik ausgerüstet haben. Aktiviert wird die Kamera vom Fahrer; sie nimmt eine kurze Bilderserie auf und vermerkt neben Datum und Uhrzeit über GPS-Daten auch den Standort.

Fotobeweis statt handschriftlicher Dokumentation

Dieser Fotobeweis, der laut ESWE alle datenschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt, wird in einer manuellen Prüfung ausgewertet und an die städtischen Verkehrsbehörden weitergeleitet. Bislang mussten Busfahrer Falschparken handschriftlich dokumentieren.

Die Verkehrsbetriebe haben das System nach eigenen Angaben selbst entwickelt und getestet. An insgesamt 19 Testtagen im Frühjahr 2023 dokumentierten die Kameras 311 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Die ESWE setzt nun auf die abschreckende Wirkung der Frontkameras.

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