Ladeinfrastruktur in China
Ladenetz-Kooperation von BMW und Mercedes: Nicht ganz ohne Zwang

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Die beiden deutschen Premium-Marken müssen am wichtigen chinesischen Markt E-Auto-Kunden auch Lade-Stationen bieten. Die Aufholjagd bei diesem Angebot ist nötig, sehr teuer und deshalb nur zusammen möglich.

Mercedes-Benz hat in Mannheim Ende November den ersten eigenen Ladepark in Deutschland eröffnet. In China kooperieren die Stuttgarter bei diesem Thema vor allem aus Kostengründen mit dem Konkurrenten BMW.(Bild:  MErcedes-Benz)
Mercedes-Benz hat in Mannheim Ende November den ersten eigenen Ladepark in Deutschland eröffnet. In China kooperieren die Stuttgarter bei diesem Thema vor allem aus Kostengründen mit dem Konkurrenten BMW.
(Bild: MErcedes-Benz)

BMW und Mercedes, die zwei ewigen Konkurrenten, wollen in China gemeinsam eine Ladeinfrastruktur für E-Autos aufbauen. Mindestens 1.000 neue Hochgeschwindigkeits-Stationen mit rund 7.000 Ladesäulen sollen so bis Ende 2026 in der Volksrepublik entstehen. Dazu haben die beiden deutschen Premium-Hersteller die Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens für den chinesischen Markt angekündigt.

Es ist der Start einer Aufholjagd gegenüber Tesla und chinesischen E-Auto-Herstellern wie NIO, die mit dem Aufbau eines markeneigenen Ladenetzes im weltgrößten Automarkt bereits viel weiter sind. Das neue Joint-Venture von BMW und Mercedes Benz muss allerdings erst noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden.