Light detection and ranging
Die von Musk als „freaking stupid“ bezeichnete Lidar-Technologie erobert den Weltmarkt

Von Henrik Bork 4 min Lesedauer

Lidar steht der Durchbruch in der westlichen Welt noch bevor, in China wird bereits ein Höhenflug nach dem anderen gefeiert. Nicht nur in der Automotive-Branche, sondern auch in der industriellen Robotik fährt der führende Hersteller Hesai beeindruckende Erfolge ein.

Im Segment der industriellen und humanoiden Roboter verzeichnet der chinesische Hersteller Hesai rasantes Wachstum.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Segment der industriellen und humanoiden Roboter verzeichnet der chinesische Hersteller Hesai rasantes Wachstum.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wenn es eine Technologie gibt, die lange angezweifelt worden ist, jetzt aber mit Riesenschritten den Weltmarkt erobert, dann ist es Lidar. Die Sensoren, die Lichtwellen zur Messung von Entfernungen und Geschwindigkeiten nutzen, sind mit der wachsenden Popularität der ADAS-Fahrassistenz endgültig im Markt angekommen. Gleichzeitig entsteht dank der „Embodied Intelligence“ in humanoiden und anderen Robotern ein weiterer, ebenfalls schnell wachsender Markt.

Der wohl prominenteste Gegner von Lidar ist Elon Musk, der die Technik bei verschiedenen öffentlichen Auftritten über mehrere Jahre hinweg als „freaking stupid“, als „teuer und unnötig“ und als „fool's errand“ bezeichnet, also als vergebliche Liebesmüh, zumindest für den Einsatz in Autos. Bis heute gibt es kein Tesla-Modell mit Lidar. Doch die chinesische Industrie ging mehrheitlich einen anderen Weg. Und so ist die Erfolgsgeschichte der Lidar-Technologie heute eine vorwiegend chinesische Geschichte, die aber anders als bei den E-Autos nicht vom Pionier Elon Musk inspiriert worden ist, sondern sich gegen sein Urteil durchgesetzt hat.