Mikromobilität Jugendliche hacken und stehlen E-Mopeds in Brüssel – Go Sharing reagiert
Kleine Sharing-Fahrzeuge kann man in der Regel einfach per Smartphone entsperren. Nach dem Ende der Fahrt wird dann vom Anbieter Geld abgebucht. Jenen Mechanismus haben Jugendliche in Brüssel kürzlich bei E-Mopeds von Go Sharing überlistet.

Vor rund einer Woche haben Jugendliche in Brüssel große Teile der Elektromoped-Flotte von Go Sharing lahmgelegt. Wie die „Sud Presse“ berichtet, ist es den jungen Leuten gelungen, die Mopeds zu hacken, sie so zu entsperren und damit auch die Bezahlschranke zu umgehen.
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Dem Bericht zufolge sollen sie sogar Crashkurse in sozialen Netzwerken angeboten haben, wie ihnen das gelungen ist. „20 Euro – jeden Tag kostenlos mit Go Scooters fahren“ habe beispielsweise ein Post gelautet.
Laut „The Brussels Times“ habe die Polizei Ende März rund zehn junge Menschen aus Brüssel dabei erwischt. Der Jüngste soll gerade einmal 13 Jahre alt gewesen sein. Die Diebe seien mit den Rollern solange gefahren, bis die Batterie leer war.
Software-Update soll weitere Fälle verhindern
Yessin Aattache, der die Geschäfte von Go Sharing in Belgien leitet, bestätigte der Zeitung die Vorfälle. Die Jugendlichen hätten einige der Fahrzeuge beschädigt. Die Reparaturen würden mehrere Stunden pro Roller dauern, vorerst sei die Flotte in Brüssel deshalb nicht in voller Stärke verfügbar.
Wie die Jugendlichen die Mopeds geknackt haben, wollte er nicht verraten, um keine Nachahmer auf die Idee zu bringen. Dem Manager zufolge will Go Sharing mit einem Software-Update nun weitere derartige Vorfälle verhindern.
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