Nachhaltigkeits-Bündnis Iveco wählt BASF als Partner für das Recycling von E-Fahrzeug-Batterien

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die Verantwortlichen von Iveco wollen die Batterien aus ihren E-Fahrzeugen als Teil ihrer Strategie für eine Kreislaufwirtschaft künftig recyceln. Auf der Suche nach einem Partner für diesen Plan hat der Nutzfahrzeughersteller einen ebenso namhaften Verbündeten gefunden, nämlich den Chemiekonzern BASF.

Von links: Dr. Daniel Schönfelder, President des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF und für das Batteriematerial- und Batterierecyclinggeschäft des Unternehmens verantwortlich und Francesco Donato, Head of Procurement bei der Iveco Group. (Bild:  BASF SE)
Von links: Dr. Daniel Schönfelder, President des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF und für das Batteriematerial- und Batterierecyclinggeschäft des Unternehmens verantwortlich und Francesco Donato, Head of Procurement bei der Iveco Group.
(Bild: BASF SE)

Eine Kreislaufwirtschaft ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung und das Ziel in vielen Unternehmen. Sie zielt darauf ab, durch Wiederverwendung und Recycling Ressourcen zu schonen, Abfälle zu minimieren und die Umwelt zu schützen. Durch diesen Ansatz wird nicht nur die Umweltbelastung verringert, sondern auch der Bedarf an neuen Rohstoffen und die damit verbundenen Umweltauswirkungen reduziert.

Zudem bietet eine Kreislaufwirtschaft wirtschaftliche Vorteile, indem sie neue Geschäftsmöglichkeiten schafft, Kosten senkt und Arbeitsplätze schafft. Ein Bereich, in dem eine Kreislaufwirtschaft ganz besonders gefragt und intensiv erforscht wird, ist die Elektromobilität. Denn die Fortbewegung im E-Auto mit regenerativ gewonnenem Strom ist zwar umweltschonend, die Batterie vorwiegend in der Herstellung aber ganz und gar nicht. Zudem werden die größtenteils verwendeten Li-Ionen-Akkus aus Materialien hergestellt, die nur regional begrenzt verfügbar sind und sich nicht so einfach beschaffen lassen.

Wenig verwunderlich also, wenn sich ein Unternehmen Kreislaufwirtschaftsstrategien auferlegt. Es geht nicht nur ums Image, sondern auch um die Sicherstellung zukünftiger Innovationen und Produktionen. Die Iveco Group hat solch eine Strategie entwickelt, die sich um das 4R-Prinzip dreht: Repair, Refurbish, Repurpose, Recycling. Oder auf Deutsch: Reparieren, Aufarbeiten, Umfunktionieren und Wiederverwerten. Für die Bereitstellung einer Recyclinglösung für Lithium-Ionen-Akkus aus den E-Fahrzeugen des Konzerns wurde nun ein erster, namhafter Partner gefunden, nämlich BASF.

Schwarze Masse in Schwarzheide

Das Ziel, das Iveco mit dem Chemiekonzern erreichen will, ist die Verlängerung der Lebenszeit einer E-Fahrzeug-Batterie sowie eine Verminderung des negativen Einflusses auf die Umwelt. BASF wird im ersten gemeinsamen Zentrum für Batteriematerialproduktion und Batterierecycling den gesamten Wiederverwertungsprozess für die Li-Ionen-Batterien organisieren, das umfasst laut der Mitteilung von Iveco „die Sammlung, die Verpackung, den Transport und das Recycling der Batterien in verschiedenen europäischen Ländern, darunter Frankreich, Deutschland und Großbritannien.“

Wurden die E-Fahrzeug-Batterien erst einmal gesammelt, werden sie mechanisch zu Schwarzer Masse verarbeitet. Aus ihr werden die Rohstoffe Nickel, Kobalt und Lithium extrahiert. Unter anderem mit der so entstehenden Kreislaufwirtschaft will Iveco bis zum Jahr 2040 das eigene Netto-Null-Co2-Emissionsziel erreichen.

Für BASF geht es vor allem um die Stärkung des eigenen Batteriesammelnetzwerks, wie Dr. Daniel Schönfelder, President des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF und für das Batteriematerial- und Batterierecyclinggeschäft des Unternehmens verantwortlich. Die Meldung können Sie unter anderem auf der Webseite von BASF nachlesen. (sb)

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