Bahntechnik ITK Engineering und DB Cargo bringen vollautomatische Rangierlok zur Serienreife

Von Stefanie Eckardt 1 min Lesedauer

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Digitalisierung und Automatisierung sind nicht nur im Straßen-, sondern auch im Schienengüterverkehr wichtige Punkte, die es umzusetzen gilt. ITK Engineering und DB Cargo wollen die Automatisierung des Rangierbetriebs in den Zugbildungsanlagen vorantreiben. Dort werden Güterzüge aufgelöst, Wagen sortiert und zu neuen Zügen zusammengestellt. Die dazu benötigten Rangierlokomotiven werden bisher noch weitestgehend manuell gesteuert. In Zukunft sollen dafür vollautomatische „Abdrückloks“ zum Einsatz kommen.

Langjährige Partnerschaft: Bis Ende 2027 wollen DB Cargo und ITK Engineering eine vollautomatische Rangierlok zur Serienreife bringen.(Bild:  ITK Engineering)
Langjährige Partnerschaft: Bis Ende 2027 wollen DB Cargo und ITK Engineering eine vollautomatische Rangierlok zur Serienreife bringen.
(Bild: ITK Engineering)

Die Automatisierungstechnologie für die Rangierloks entwickelt ITK Engineering zusammen mit der DB Cargo und Bosch Engineering zur Serienreife. Die Technologie ermöglicht es, die Züge zukünftig effizienter für den Weitertransport zusammenzustellen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelwagenverkehrs und ist ein entscheidender Vorteil, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern. „Das Projekt stellt mit der ersten Serienentwicklung eines vollautomatisierten Schienenfahrzeugs im Vollbahnbereich einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Zugbetrieb dar. Intelligente Software ist für diesen Automatisierungsschritt ein Kernelement“, erklärt Dr.-Ing. Frank Schmidt, Geschäftsführer ITK Engineering GmbH und Bosch Engineering GmbH.

Zulassung der voll vollautomatischen Abdrücklok bis Ende 2027

Erste Schritte zur Einführung der vollautomatisiert fahrenden Lok wurden bereits auf dem Rangierbahnhof München-Nord mit einem Prototyp durchgeführt. Ende 2027 soll die vollautomatische Abdrücklok die Zulassung des Eisenbahnbundesamtes erhalten. Ab 2028 ist der Einsatz auf den großen Zugbildungsanlagen der DB Cargo in Deutschland vorgesehen.

Für die Serienentwicklung der vollautomatischen Abdrücklok sind ITK Engineering und Bosch Engineering zuständig. ITK Engineering ist verantwortlich für die Entwicklung des Bedienarbeitsplatzes auf Infrastrukturseite, der die Eingabe und Verwaltung von Fahraufträgen umsetzt und diese an die Abdrücklok übermittelt. Bosch Engineering entwickelt eine Automatisierungseinheit für den vollautomatischen Abdrückbetrieb inklusive Sensoren und Algorithmen für die Umfelderfassung. Die Partnerschaft läuft bis Oktober 2027. (se)

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