Diskreter Grafikprozessor Intel stellt Arc GPU für Automobilhersteller vor

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Der diskrete Grafikprozessor A760A von Intel bringt KI-Funktionen und Rechenleistung in die nächste Fahrzeuggeneration. Die Markteinführung ist für 2025 geplant, allerdings nicht gleich in allen Regionen.

Der diskrete Grafikprozessor A760A von Intel verfügt über 28 Xe-Cores, 28 Raytracing-Einheiten und bis zu 448 XMX/Vector Engines. Eingesetzt werden kann der Grafikprozessor in Fahrzeugen der nächsten Generation.(Bild:  Intel)
Der diskrete Grafikprozessor A760A von Intel verfügt über 28 Xe-Cores, 28 Raytracing-Einheiten und bis zu 448 XMX/Vector Engines. Eingesetzt werden kann der Grafikprozessor in Fahrzeugen der nächsten Generation.
(Bild: Intel)

Intel will mit seinem ersten diskreten Grafikprozessor (dGPU) für autonome und vernetzte Fahrzeuge die wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz in der Automobilindustrie bedienen. Möglich werden sollen mehr Bildschirme, hochauflösende Grafiken und KI-gesteuerte Cockpitfunktionen. Die diskrete GPU basiert auf Intels Arc-Alchemist-Architektur, ist eine Variante des ACM-G10 Xe-HPG-Chips und verfügt über eine Total Board Power (TBP) von 225 W. Die Grafikhardware mit der Bezeichnung A760A verfügt über 28 Xe-Cores, 28 Raytracing-Einheiten und bis zu 448 XMX/Vector Engines.

Die GPU arbeitet mit einem Boost-Takt von 1.963 MHz, bietet eine Leistung von bis zu 14 Teraflops FP32 mit einfacher Genauigkeit und liefert bis zu 229 TOPS KI-Verarbeitungsleistung. Weitere Hardwarefunktionen sind 16 GByte 256-Bit-Speicher und eine PCIe 4.0x16-Schnittstelle.

Die neue GPU wird ab Anfang 2025 kommerziell in Fahrzeugen in China eingesetzt. Intel bestätigte allerdings nicht, welche Fahrzeuge die GPU zuerst verwenden werden, doch die Pressemitteilung gab an, dass China als Einführungsmarkt ausgewählt wurde, weil dort die „schnellen Entwicklungszyklen für Elektrofahrzeuge und die fortgeschrittene technologische Akzeptanz“ des Landes das Testen neuer Technologien vor einer breiteren weltweiten Einführung erleichtern.

Das steckt im Grafikprozessor

Die technischen Spezifikationen des Intel Arc Graphics for Automotive-A760A.(Bild:  Intel)
Die technischen Spezifikationen des Intel Arc Graphics for Automotive-A760A.
(Bild: Intel)

Der Intel Arc Graphics für Anwendungen im Automobil wurde für anspruchsvolle Rechenaufgaben entwickelt. In Kombination mit Intels KI-fähigem Software-Defined Vehicle (SDV) System-on-Chip (SoC), das über eine integrierte GPU verfügt, wirkt die dGPU als Performance-Multiplikator.

Der diskrete Grafikprozessor wird mit einem Linux-basierten Open-Source-Betriebssystem für Automobile sowie Grafiktreibern geliefert, die sowohl für die diskreten als auch für die integrierten GPUs optimiert sind. Über die Open-Source-Software können die Automobilhersteller den Grafikchip an ihre Bedürfnisse anpassen.

Mit der von Intel entwickelten GPU Single Root Input/Output Virtualization (SR-IOV) lassen sich nach Herstellerangaben Leistungssteigerungen von bis zu 40 Prozent in virtualisierten Umgebungen erreichen. Speziell für Automotive-Anwendungen entwickelte LLM-Frameworks sollen ebenfalls für eine bessere Leistung sorgen.

Bis zu vier Display-Ausgänge werden von der Xe Display Engine unterstützt. Sie bietet je Ausgang eine Auflösung von 4K. Zudem ist die dGPU für Gaming-Anwendungen optimiert. Damit sollen vor allem mit Blick auf autonome Fahrzeuge alle Insassen auf reaktionsschnelle Computerspiele zugreifen. (heh)

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