Funktionsteile für ADAS und autonomes Fahren

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Extrembedingungen fordern absolute Zuverlässigkeit

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Lösungsentwicklung im Bereich der aktiven Fahrsicherheit, ist eine Trägerplatte die Pöppelmann K-TECH jüngst für das Fahrassistenzsystem von Daimler entwickelt hat. Fast jedes der Pkws, die Daimler in diesem Jahr bisher gebaut hat, verfügt über Fahrassistenzsysteme, die – mit einer Trägerplatte fixiert – an der Windschutzscheibe angeklebt werden. Damit die Kamera immer freie Sicht hat und verlässliche Ergebnisse liefert, wird in der Trägerplatte ein Heizpad eingebracht, das über einen elektrischen Widerstand aufgeheizt wird, damit die Windschutzscheibe nicht beschlägt oder einfriert.

Applikationen wie diese stellen die Ingenieure vor verschiedene technische Herausforderungen. Beispielsweise muss das Material dauerhaft hohen Temperaturen standhalten: „Beim Einsatz in Wüstenregionen heizt sich die Scheibe bei Sonneneinstrahlung auf bis zu 100 °C auf, die Kamera sogar auf bis zu 105 °C“, so Harting. In diesem Fall müsse die Technik genauso zuverlässig funktionieren, wie bei einer Fahrt im schwedischen Winter bei Temperaturen unter –30 °C.

Ein weiteres Projektbeispiel ist ein Radarsystem für die passgenaue, nachträgliche Befestigung im Bereich des Frontends des Fahrzeugs zur Abstandsregelung. Die Herausforderung in diesem Fall: Da bei kleinsten Abweichungen der Radarposition die Angaben über den Abstand des Fahrzeugs zu einem Objekt verfälschen, weil der Sensor nicht weit genug bzw. zu weit reicht, war die Passgenauigkeit bzw. das Einhalten der Toleranzen bei dem Halter sehr wichtig. Eine weitere Kundenvorgabe war die Funktionsintegration: Der Halter sollte sich einfach und schnell an Radar und Karosserie montieren lassen. Weiterhin sollte der Halter für unterschiedlichen Fahrzeugmodelle einsetzbar sein.

Von Beginn an war hier klar, dass die schnellste und kostengünstigste Variante in einem Halter aus zwei Bauteilen bestehen würde: einem gleichbleibenden Adapterrahmen für das Radar und einem variablen Stützwinkel, der je nach Modell angepasst werden kann. „Die beiden Bauteile müssen immer exakt im gleichen Winkel zueinander montiert werden. Um dieses Problem zu lösen, integrierten unsere Ingenieure eine Schraube, die den gewünschten Winkel fixiert“, erzählt Projekt Manager Reinhard Thobe. „Zur Montage wurde an beiden Bauteilen eine Clip- bzw. Rastfunktion vorgesehen.“ Für eine sichere und dauerhafte Positionierung verstärkten die Konstrukteure die Befestigungsbereiche mit Metallbuchsen. Resultierend aus FEM-Berechnungen und Füllsimulationen integrierten sie zudem eine belastungsorientierte Verrippung.

„Dank der zweiteiligen Bauweise des Halters sind nur wenige Iterationsschleifen im Werkzeug nötig, um eine passende Lösung für eine andere Schnittstelle zu liefern. Das Abstandsradar liefert zudem verlässliche Ergebnisse, da der Halter passgenau sitzt und die Toleranzen nicht übersteigt“, erklärt Thobe weiter. Der Halter ließe sich sicher und störungsfrei mit Radar und Karosserie verbauen.

Projektbeispiele wie diese zeigen, dass Pöppelmann K-TECH mit seinen langjährigen Erfahrungen, den vielfältigen zur Verfügung stehenden Tools sowie der schnellen Entwicklungsarbeit und straffer Projektabläufe, die denen reiner Spritzgießer überlegen sind, sich als zuverlässiger und zukunftsorientierter Entwicklungspartner im Bereich der Fahrassistenzsystemen auszeichnet. Die Orientierung an den Anwendungsanforderungen und die Nähe zum Kunden helfen dabei, in kürzerer Zeit eine ganzheitliche Lösung zu finden, die optimal auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten ist. Mit seinen innovativen Entwicklungen trägt Pöppelmann somit ein Stück weit mit bei, dass der Weg zum autonomen Fahren etwas kürzer wird.

Am 23. Juni 2017 wurde Pöppelmann von Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Prof. Dr. Nikolaus Franke der Wirtschaftsuniversität Wien sowie compamedia aufgrund des Innovationsklimas und -erfolgs als einer der TOP-100-Innovationsführer des deutschen Mittelstands ausgezeichnet.

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