Elektromobilität Flüssigkühlung soll Leistung von Ladekabeln vervierfachen

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Hohe Ströme lassen Ladekabel heiß werden. Ford bringt nun eine Technologie ins Spiel, die ein vielfaches von dem aus Kabeln herausholen soll, was bisher gängig ist. Es gibt allerdings einen Haken.

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Ford hat gemeinsam mit Forschern eine neuartige Ladekabel-Kühlung entwickelt.
Ford hat gemeinsam mit Forschern eine neuartige Ladekabel-Kühlung entwickelt.
(Bild: Ford)

Ein neuartiges Hochleistungs-Ladekabel könnte das Auftanken von E-Autos künftig beschleunigen. Ingenieure des Autoherstellers Ford und Forscher der Purdue University in West Lafayette haben eine Flüssigkühlung entwickelt und patentieren lassen, die besonders hohe Ströme von bis zu 2.400 Ampere ermöglichen soll. Das ist die vierfache Stärke heutiger Kabel.

Welche Ladeleistung möglich ist, teilt Ford nicht mit. Bei der üblichen Spannung von 400 Volt wären es 960 kW – ebenfalls in etwa vier Mal mehr als heute gängig. Eine schnelle Markteinführung ist allerdings nicht zu erwarten, wie der Autohersteller mitteilt.

Ladekabel zählen zu den limitierenden Faktoren, wenn es um Ladeleistung geht. Je höher die übertragene Stromstärke ist, desto dicker müssen sie ausfallen, um nicht zu stark zu erhitzen. Darunter leiden Handlichkeit und Flexibilität. Alternativ können die Kabel gekühlt werden. Ford setzt dabei auf ein Kühlmittel, das verdampfen kann und so die Wärme abführt. Ein derart leistungsfähiges Kabel könnte nicht nur E-Pkw in sehr kurzer Zeit betanken, sondern wäre möglicherweise auch für elektrische Fernverkehrs-Lkw interessant.

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