Lösungen für dringende Mobilitätsherausforderungen EU-Projekt Fedora: Neue Verkehrsmanagementlösungen im Fokus

Von Stefanie Eckardt 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des EU-Projekts Fedora, kurz für „Federation of Network Optimisation Services, Simulation Foresights, and Data Alchemy for Adaptable, Agile, Secure, and Resilient Multimodal Traffic Management“ erarbeitet ein Partnernetzwerk neue Verkehrsmanagementlösungen. Diese sollen eine nachhaltige Mobilität in Städten in ganz Europa fördern. Erste Pilotdemonstrationen sind in Wien im Sommer 2026 geplant.

Viele bestehende Verkehrsmanagementsysteme stoßen an Grenzen – vor allem, weil sie komplexe Verkehrsrealitäten nicht ausreichend abbilden und multimodale Mobilitätsbedarfe nicht integriert berücksichtigen. Im Projekt Fedora erarbeitet man neue Wege.(Bild:  Fedora)
Viele bestehende Verkehrsmanagementsysteme stoßen an Grenzen – vor allem, weil sie komplexe Verkehrsrealitäten nicht ausreichend abbilden und multimodale Mobilitätsbedarfe nicht integriert berücksichtigen. Im Projekt Fedora erarbeitet man neue Wege.
(Bild: Fedora)

Viele bestehende Verkehrsmanagementsysteme stoßen an Grenzen – vor allem, weil sie komplexe Verkehrsrealitäten nicht ausreichend abbilden und multimodale Mobilitätsbedarfe nicht integriert berücksichtigen. Es fehlt oftmals an Koordinierung, wertvolle Ressourcen werden nur unzureichend genutzt, Mikromobilitätsdienste werden kaum integriert – um nur einige Problemfelder zu nennen. Darüber hinaus gibt es in der Regel keine effizienten Schnittstellen für den Austausch von Verkehrsdaten zwischen verschiedenen Akteuren und Systemen.

An dieser Stelle setzt das EU-Projekt Fedora an: Die Projektbeteiligten entwickeln eine digitale Plattform, die Verkehrsangebot und -nachfrage in Echtzeit erfasst, analysiert und prognostiziert. Damit soll die Bewegung von Personen und Gütern in Städten effizienter, nachhaltiger und vernetzter gestaltet werden. Dabei wird ein gemeinsamer europäischer Datenraum erarbeitet, in dem Verkehrsdaten sicher geteilt, intelligent verknüpft und für neue digitale Dienste nutzbar gemacht werden. Ergänzend dazu entstehen digitale Optimierungsdienste für das Verkehrsmanagement sowie eine multimodale Simulationsumgebung, mit der sich zukünftige Mobilitätsszenarien modellieren und bewerten lassen.

Demonstrationsphase startet im Sommer 2026

Der neue Ansatz wird in sechs thematischen Demonstrationen in unterschiedlichen europäischen Regionen erprobt – darunter Wien, das Baskenland, Reggio Emilia, Nikosia, Budapest und Kopenhagen. Diese Standorte bilden ein breites Spektrum städtischer und ländlicher Rahmenbedingungen ab, mit unterschiedlichen Infrastrukturniveaus und Angeboten multimodaler Mobilität. Die Demonstrationsphase soll im Sommer 2026 beginnen, wobei Wien als erste Pilotstadt fungiert.

Koordiniert von ERTICO – ITS Europe, wurde die Initiative offiziell am 1. Juni gestartet und vereint ein Konsortium von Institutionen und Unternehmen, die sich auf die Lösung der drängenden Mobilitätsherausforderungen von heute konzentrieren. Dazu zählen Akkodis, AIT Austrian Institute of Technology, die Stadt Wien, Frontier Innovations, MJC2, Clúster de Movilidad y Logística de Euskadi, die Technische Universität von Athen, Dänemarks Technische Universität (DTU), Verkehrsverbund Ost-Region, Fundacion Centro de Technologias de Interaccion Visual Y Comunicaciones Vicomtech, die Universität von Zypern, die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest, die Region Emilia sowie die ETH Zürich und die International Road Federation (IRF).

Dienstleister Akkodis bringt sich insbesondere in der Entwicklung sektorenübergreifender Datenräume für multimodale Mobilität ein. Aufbauend auf dem Horizon-2020-Projekt MobiDataLab, das den Datenaustausch zwischen Mobilitätsakteuren europaweit gestärkt hat, bildet die dort entwickelte cloudbasierte Serviceplattform nun die technologische Basis für den Fedora-Datenraum und wird im Rahmen der neuen Initiative gezielt weiterentwickelt. (se)

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