Hybrid-elektrisches Kleinflugzeug Erstflug des „HyBird“-Demonstrators erfolgreich

Quelle: Pressemitteilung DLR 1 min Lesedauer

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„HyBird“ ist ein hybrid-elektrisches Kleinflugzeugkonzept, das für Strecken unter 1000 Kilometern und geringes Passagieraufkommen ausgelegt ist. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat nun den Erstflug eines 1:4-Demonstrators erfolgreich durchgeführt.

Die aktuelle Konfiguration des HyBird besteht aus einem Hochdecker mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks. (Bild:  DLR, CC BY-NC-ND 3.0)
Die aktuelle Konfiguration des HyBird besteht aus einem Hochdecker mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks.
(Bild: DLR, CC BY-NC-ND 3.0)

Das Kleinflugzeugkonzept „HyBird“, dass zwei Gasgeneratoren, Batterien und elektrisch betriebene Propeller kombiniert, wurde ursprünglich von Studierenden im Rahmen der NASA/DLR Design Challenge 2019 entworfen und anschließend von mehreren Instituten und Einrichtungen des DLR in Zusammenarbeit mit Airbus ProtoSpace weiterentwickelt. Das Kleinflugzeug soll zukünftig fünf bis neun Passagiere mindestens 700 bis 1.000 Kilometer weit befördern können. Eine klimaverträgliche Anbindung entlegener Regionen über kleine Flughäfen wäre so möglich. Nun absolvierte ein Demonstrator am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt seinen Erstflug erfolgreich.

Der 1:4 Demonstrator fliegt ferngesteuert mit einem Höchstgewicht von 25 Kilogramm.(Bild:  DLR, CC BY-NC-ND 3.0)
Der 1:4 Demonstrator fliegt ferngesteuert mit einem Höchstgewicht von 25 Kilogramm.
(Bild: DLR, CC BY-NC-ND 3.0)

Wie das DLR mitteilt, wurde in Cochstedt eine neue Konfiguration im Maßstab 1:4 geflogen. Der ferngeführt fliegende, instrumentierte Versuchsträger mit einem Höchstgewicht von 25 Kilogramm besteht aus einem Hochdecker mit jeweils einem großen Propeller an den Flügelspitzen (Wing-Tip-Propeller) sowie an den Enden des V-Leitwerks. Ein Hybrid-Antriebsystem mit zwei Turbinen zur Energieerzeugung und mit der Abschaltmöglichkeit eines Systems im Reiseflug steigere die Energieeffizienz deutlich zu bisherigen Kleinflugzeugen dieser Größe. Insbesondere bei Reisegeschwindigkeit soll sich so ein niedriger Verbrauch realisieren lassen, der pro Kopf und Kilometer etwa dem Energiebedarf heutiger Elektroautos entspricht. Ein „Batterie-Boost“ ermöglicht den vollelektrischen Start, heißt es. Mit der Position und Größe der Antriebe ließen sich zudem die Lärmemissionen reduzieren.

Laut DLR konnten mit dem Erstflug viele wertvolle Daten gesammelt werden, die jetzt in die Verbesserung des Konzepts fließen. Es ist geplant, noch in diesem Jahr einen weiteren Testflug mit dem dann bereits modifizierten Demonstrator durchzuführen.

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